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Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft
Nachhaltigkeit

Das Werk richtet sich auf eine intakte Umwelt aus, die Grundlage für eine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung ist. Das Thema „Nachhaltigkeit“ findet bei uns an vielen Orten sein Zuhause: Von der neuen Werks-Bowl in der Hochschulgastronomie zu den BAföG-E-Akten bis hin zum Home-Office. Welche Maßnahmen von unserer Nachhaltigkeitskommission bereits beschlossen wurden, wie sie sich gestalten und wie ihr jeweiliger aktueller Stand aussieht, erfährst du hier auf der Seite.

Der Kommission gehören an: Jörg J. Schmitz (Geschäftsführer), Dr. Melanie Koch (Beratung), Carolin Brink (Hochschulgastronomie), Joachim Gerigk (Hochschulgastronomie), Cornelia Gerecke (Unternehmenskommunikation)

Erfolge

Das sind unsere Erfolge auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit + Ausblick, woran wir noch arbeiten.

 

Hochschulgastronomie

Hochschulgastronomie

Lieferanten aus der Region

Maßnahme: Der Weg vom Lieferanten bis zur Mensa sollte möglichst kurz sein. Unsere Lieferanten aus NRW machen dies möglich. 40 von 75 Lieferanten sind aus NRW. Durch einen zentralisierten Einkauf können die Transportwege kurzgehalten und umweltschädliche Emissionen verringert werden.

Nachhaltigkeit ist mehr als Bio-Essen

Maßnahme: Sowohl für Mitarbeiter*innen, als auch für Studierende bieten wir die Möglichkeit, sich im Bereich „Nachhaltigkeit“ weiterzubilden. Studierende können in Kochkursen Neues über gesunde und nachhaltige Ernährung lernen. Und unsere Mitarbeiter*innen werden unter anderem zu Energiemanager*innen ausgebildet. Aus- und Weiterbildungen im Werk sind uns wichtig, da wir so gleichzeitig in die Nachhaltigkeit investieren. Wir entwickeln immer neue Ideen und setzen uns wichtige Ziele, um Schritt für Schritt eine konstant nachhaltige Hochschulgastronomie anbieten zu können. So haben wir z. B. in der Vergangenheit erfolgreich unseren Strom- und Wasserverbrauch reduzieren können, wodurch unsere Gerichte ressourcenschonender hergestellt wurden.

Ausbau der Selbstbedienung in den Verpflegungsbetrieben

Maßnahme: In der Mensa Deutz sowie auch in der Mensa Zülpicher Straße wurden Selbstbedienungs-Theken eingeführt, z. B. der Ampelcounter im EG Süd der Mensa Zülpicher Straße. Die Menüs werden fertiggestellt und die Studierenden bezahlen selbst mit ihrer Mensa-Karte. Die Umstellung auf Selbstbedienung macht den Gang in die Mensa für dich somit einfacher. Du musst dich nur einmal anstellen und nicht wie sonst zweimal (Essensausgabe und Bezahlen). Und zudem können wir mit solchen Maßnahmen unseren Arbeitsaufwand reduzieren und werden somit wirtschaftlicher.

Aktueller Stand: Pandemiebedingt konnte die Umstellung vier weiteren Ausgabestellen auf Selbstbedienungskassen noch nicht gänzlich umgesetzt werden.

Strom in Verpflegungsbetrieben einsparen

Maßnahme: Unterschiedliche Maßnahmen sollen ergriffen werden, um Strom einzusparen. So soll eine Geräteliste für die einzelnen Betriebe angelegt werden, die auflistet, wann welche Geräte eingeschaltet werden. Auch werden alte Geräte erfasst, die möglicherweise durch neue Gerätschaften ausgetauscht werden könnten. Als Probebetrieb für neue Strommaßnahmen ging im Jahr 2019 die Mensa Lindenthal an den Start: Die Beleuchtung wurde auf LED-Technik mit Bewegungsmeldern umgestellt.

Aktueller Stand: Der Stromverbrauch wird geprüft. Vergleichbar werden die Verbrauchsdaten jedoch erst bei wieder aufgenommenem Vollbetrieb sein.

Reduktion des Einwegverpackungsmaterials

Maßnahme: Die Verpackung im To-Go Angebot in unseren Gastro-Betrieben, soll auf Mehrwegbehälter (Pfandsystem) umgestellt werden.

Aktueller Stand: Die Werks-Bowl wurde Mitte November 2020 eingeführt. Insgesamt wurden 5.500 Mepal-Dosen angeschafft, die in Umlauf gebracht werden sollen.

Hinweis: Gegen eine Pfandgebühr von 6 Euro kannst du eine Dose ausleihen und dein Essen darin nachhause nehmen. Bei deinem nächsten Mensa-Besuch kannst du die Dose zurückgeben oder gegen eine gespülte mit neuem Essen austauschen. Die Bezahlung funktioniert mit Mensakarte.

Bitte beachte, dass die Werks-Bowl nicht länger als 2 Minuten bei max. 600 Watt in der Mikrowelle erhitzt werden darf. Denke daran, den Deckel abzunehmen, wenn du sie in die Mikrowelle stellst. Außerdem darf in der Schale nicht geschnitten werden, denn beschädigte oder zerkratzte Werks-Bowls werden nicht zurückgenommen.

Die Mensa Zülpicher Straße bietet ein biozertifiziertes Gericht an

Maßnahme: Seit Anfang 2007 bietet die Mensa Zülpicher Straße ein biozertifiziertes Gericht an. Das bedeutet, dass die Zutaten für das Gericht zu mindestens 95 % aus dem ökologischen Landbau stammen müssen.

Dieser Landbau: 

  • verzichtet grundsätzlich auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel.
  • verzichtet auf mineralischen Stickstoffdünger.
  • steht für artgerechte Tierhaltung.
  • schützt Boden, Wasser und Luft.
  • hilft, die Artenvielfalt zu erhalten.
  • schafft Transparenz bei der Erzeugung und Herstellung.
  • bietet Sicherheit durch Richtlinien und Kontrollen.

Die Herkunft der Ware muss genau dokumentiert sowie nach Öko-Kontrollnummern kontrolliert werden. Die Lieferanten für Bio-Artikel müssen ebenfalls zertifiziert sein. So lassen sich die Bio-Produkte bis zum Erzeuger zurückverfolgen. Amtlich zugelassene private Kontrollstellen überprüfen mindestens einmal jährlich den gesamten Betrieb. Die Arbeit der Kontrollstellen wiederum wird staatlich kontrolliert.

Aktueller Stand: Durch die Pandemie wird in der Mensa Zülpicher Straße momentan ein reduziertes Speisenangebot angeboten. Das Bio-Gericht wird deswegen zurzeit nicht produziert. Sobald es die Pandemielage zulässt, wird es wieder in den Speiseplan aufgenommen.

Das Werk bietet vegan/ vegetarische Gerichte in den Mensen an

Maßnahme: Seit 2011 gibt es täglich ein veganes und vegetarisches Gericht in der Mensa Zülpicher Straße. Bereits in den ersten Jahren stieg der Anteil der verkauften vegetarischen und veganen Gerichte in unseren Mensen an:

Aktueller Stand: Aufgrund der Pandemie und des dadurch entstandenen massiven Rückgangs der Essenszahlen, konnte das Werk nicht dauerhaft vegetarische und vegane Gerichte gleichzeitig anbieten. Allerdings werden inzwischen Anpassungen vorgenommen.

Wir tragen dazu bei, dass die Universität zu Köln Fairtrade-University ist

Das Siegel der Fairtrade-University wird seit 2014 vom TransFair e.V. Deutschland an Hochschulen verliehen, der sich nach bestimmten Kriterien für fairen Handel einsetzt. An der Universität zu Köln wurde hierfür im Jahr 2017 eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen, die sich aus Vertretern der Studierendenschaft, der Gastronomie des Studierendenwerkes und dem zentralen Einkauf der Universität zusammensetzt. 

Seit 2018 trägt auch die Universität zu Köln den Titel der "Fairtrade-University". Die Informationen der Universität zu Köln findest du hier

Das Studierendenwerk ist Teil des Projektes NEIS

NEIS ist ein Projekt der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, welches in Kooperation mit Hochschulen an drei Standorten in NRW durchgeführt wird. Es wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. 

Hier bekommst du mehr Informationen und eine Übersicht über die Veranstaltungen! 

Studienfinanzierung

Studienfinanzierung

Einführung von E-Akten // Digitale BAföG-Akte

Maßnahme: In den letzten Jahren gingen ca. 14.000 Anträge auf Leistungen nach dem BAföG, die im maschinellen Verfahren erfasst werden, jährlich im Werk ein. Die BAföG-Akten werden mit mehreren in der Regel einjährigen Bewilligungszeiträumen angelegt. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind in einem Bewilligungszeitraum mindestens 50 Seiten an Informationen enthalten. Durchschnittlich werden pro Mitarbeiter*in 600 Akten im Jahr, monatlich 50 Vorgänge, angelegt. Aufgrund der Zustellungsmöglichkeit per E-Mail und durch das zusätzliche Antragsportal BAföG-Digital sind die Anträge sowie der gesamte von den Antragstellern ausgehende Schriftverkehr samt allen Anhängen zuvor bei der Studienfinanzierung auszudrucken und der Förderungsakte zuzuführen. Seit mehr als einem Jahr ist ein erheblicher Mehraufwand an Druckaufträgen festzustellen.

Die Einführung einer digitalen BAföG-Akte würde somit erheblich Papier einsparen. Zusätzlich können Mitarbeiter ortsunabhängig auf die E-Akten zugreifen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Ermöglichung von Homeoffice bzw. mobilem Arbeiten.

Ein weiterer Vorteil der digitalen BAföG-Akte besteht in der Archivierung. Die Bearbeitung der Vorgänge kann von allen Mitarbeiter*innen aus der Studienfinanzierung eingesehen und vorgenommen werden, das Archivieren und der Transport an einen ausgelagerten Ort sowie die Rückgabe aufgrund von Anforderung entfällt. Dadurch fallen jährlich Archivierungs- bzw. Lagerflächen und der Transport per Lieferwagen von ca. 15.000 Akten zukünftig weg.

Aktueller Stand: Die Programmierung der Akte und des dazugehörigen Archivs ist weitestgehend abgeschlossen. Es werden nur noch bei Bedarf kleinere Nachbesserungen vorgenommen. Nach einem langwierigen Genehmigungsprozess hat die Bezirksregierung unserem Scanverfahren im Hause und auch das Scannen des Aktenbestandes durch einen Dienstleister – das Auswahlverfahren inkl. Testscannung wurde bereits im Februar 2021 durchgeführt – genehmigt. Die Eingangspost für die Außenstelle Gummersbach wird bereits digitalisiert und an die Mitarbeitenden weitergeleitet, das Scannen der Bestandsakten wird Ende November beginnen. In dieser Phase des Projekts wird noch mit doppelter Aktenführung gearbeitet, neben der E-Akte wird die Papierakte weitergeführt. Im ersten Quartal 2022 soll die Bearbeitung in der Außenstelle umgestellt und ausschließlich digital durchgeführt werden.

Interner Service - Personal

Interner Service - Personal

Erhöhung der Homeoffice-Quote

Maßnahme: In Zukunft soll es mehr Mitarbeiter*innen des Werks möglich sein, von zuhause aus zu arbeiten, bzw. ins Homeoffice zu gehen.  Dies fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, entlastet die Verkehrsinfrastruktur und reduziert damit den verkehrsbedingten CO2-Ausstoß.     

Aktueller Stand: Im vergangenen Jahr konnte die Homeoffice-Quote stark auf 60% gesteigert werden. Allerdings ist das besonders auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Die Quote ergibt sich aus allen Mitarbeiter*innen, die einen Desktop-Arbeitsplatz haben. So werden Mitarbeitende ohne Desktop-Arbeitsplatz, z. B. produzierende Mitarbeiter*innen aus der Hochschulgastronomie, nicht miteinbezogen.

Interner Service - Einkauf

Interner Service - Einkauf

Entwicklung von nachhaltigen Einkaufsricht- und Leitlinien

Maßnahme: Nachhaltige Einkaufsricht- und Leitlinien für den Einkauf im Food/Non-Food-Bereich sollen entwickelt und verabschiedet werden. Soziale oder ökologische Aspekte spielen bislang keine systematische Rolle in unseren Beschaffungsprozessen und dies soll sich durch eine entsprechende Anpassung der Beschaffungsordnung ändern.

Aktueller Stand: Der Interne Service Einkauf hat der Geschäftsführung im zweiten Quartal 2021 einen Vorschlag zur Änderung der Beschaffungsordnung (BO) vorgelegt, die inzwischen genehmigt wurde.

Lieferanten- und Herstellerbewertungen

Maßnahme: Hersteller- und Lieferantenbewertungen bezüglich Nachhaltigkeitsverfahren sollen in den Leitlinien berücksichtigt werden. Hersteller- und Lieferanten werden gebeten, dem Werk ihre eigenen Nachhaltigkeitskonzepte vorzulegen. Diese hauseigenen Nachhaltigkeitskonzepte werden zusammen mit anderen Kriterien, die für die Belieferung wichtig sind (z. B. Liefertreue), auf einer Skala von 1-6 bewertet. Alle erhaltenen Dokumente und Konzepte der Hersteller und Lieferanten werden in für die Fachabteilungen einsehbare Ordner ablegt. Das Ziel der Maßnahme ist es, proaktiv Daten der Hersteller und Lieferanten nachzufragen und für unsere Mitarbeiter*innen sichtbar zu machen. Dies gilt allen voran für Lieferanten, die das Werk direkt beliefern.

Aktueller Stand: Die Lieferanten- und Herstellerbewertung, die aus unserem Einkauf vorgeschlagen wurde, wird seit 2021 umgesetzt und erfolgt in einem Warenwirtschaftssystem (TL 1) sowie in einem öffentlich zugänglichen Ordner, der von den Bedarfsstellen einsehbar ist. Derzeit beschränkt sich die Lieferantenbewertung noch auf das Sammeln der Nachhaltigkeits- Konzepte, der Lieferanten und Hersteller. Pandemiebedingt und mit Blick auf das Einkaufsportal (EK-Portal) der Studierendenwerke NRW entwickeln wir darüber hinaus derzeit eine Bewertungsmatrix. Diese bewertet die ökonomischen, sozialen sowie ökologischen Kriterien. Ziel ist es, die Bewertung gemeinsam mit der Hochschulgastronomie durchzuführen und im Anschluss die Zahl der Lieferanten auszuwählen, die nach den Regularien der Beschaffungsordnung nötig sind, um die Beschaffung der einzelnen Produkte und Warengruppen über das EK-Portal durchzuführen.

Lieferstopps minimieren

Maßnahme: Im Ausschreibungsverfahren vom Food/Non-Food-Bereich sollen Lieferstopps optimiert werden. Das Ziel der Maßnahme ist es, durch genaue Beobachtung der Lieferstopps, d. h. wie häufig das Werk von Lieferanten in einer bestimmten Zeitspanne beliefert wurde, zu verbessern und zu minimieren. Die Lieferstopps sollen strategischer und kostengünstiger gesteuert werden: Zum einen entlasten wir den Straßenverkehr durch seltenere Lieferung, zum anderen erwarten wir eine Kostenminimierung von den Lieferanten des Werks.

Aktueller Stand: Zukünftig soll dies unter Federführung von unserem Einkauf in Abstimmung mit der Hochschulgastronomie erfolgen. Die Lieferstopps sollen in den kommenden Jahren durch eine Kennzahl vom Einkauf gesteuert werden. Bedingt durch die Corona-Pandemie, die daraus folgende Schließung der Mensen sowie wesentlich geringere Belieferung in diesem Jahr, konnten noch keine weiteren Maßnahmen beschlossen werden. 

Ökopapieranteil erhöhen

Maßnahme

: Das Geschäftspapier des Werks soll kurzfristig auf zertifiziertes („Blauer Engel“) Papier umgestellt werden. Das „Blauer Engel“ Papier besteht aus 100 % Recyclingpapier. Weitere Informationen zum „Blauer Engel“-Siegel erhältst du hier: www.blauer-engel.de/de.

Aktueller Stand: Im Jahr 2019 hat das Werk 80 Kartons „Blauer Engel“ zertifiziertes Papier beschafft, sprich 200.000 Blatt. Im Jahr 2020 wurden 130 Kartons beschafft, sprich 325.000 Blatt. Die Maßnahme soll 2021 umgesetzt werden. Langfristig sollen alle Papiere des Werks auf recycelte Produkte umgestellt werden. Zurzeit wird eine Alternative für „weißes“ Papier gesucht.

Entwicklung recycelter Papieranteil im Werk:

Interner Service - Gebäudemanagement

Interner Service - Gebäudemanagement

Ausbau der Photovoltaikkapazitäten

Maßnahme: Um den Anteil der erneuerbaren Energie im Werk zu erhöhen, muss geprüft werden, wo und in welchem Umfang wir auf unseren Immobilien Photovoltaikanlagen platzieren können. Die derzeitige Anlagenleistung (40kWp) soll bis 2023 verdoppelt werden.
(Kostenbudget 120.000 €)

Aktueller Stand: Um Photovoltaikanlagen platzieren zu können, müssen besondere Kriterien wie
z. B. Eigentumsverhältnisse und die technischen Anforderungen berücksichtigt werden. Somit wurden zunächst alle Standorte aufgenommen, an denen das Werk Strom direkt von Versorgern bezieht. Das sind derzeit insgesamt 47 Standorte. Nach der Überprüfung der Machbarkeit verbleiben noch 20 Standorte, die infrage kommen.

An diesen sind im Rahmen einer Ortsbegehung folgende Punkte zu prüfen: 

  1. Verschattungssituation
  2. Montagemöglichkeiten
  3. Aufbau und Zustand der vorhandenen Dachkonstruktion
  4. Einsatz von Energiespeichern

Im nächsten Schritt müssen durch einen Statiker die Punkte Tragfähigkeit der Decke, Windlast und Befestigungssystem untersucht werden.

Grüner Strommix

Maßnahme: Der Anteil erneuerbaren Stroms, der direkt von Versorgern bezogen wird, im Beschaffungsprozess auf mindestens 50% angesetzt, soll auf 100% gesteigert werden.

Aktueller Stand: Die Maßnahme wurde umgesetzt und Strom aus erneuerbaren Quellen für alle Lieferstellen ausgeschrieben, die Lieferung erfolgt ab dem 01.01.2022.

IT

IT

Förderung von Recycling // Wiederverwertung von IT-Hardware

Maßnahme: Die IT-Abteilung arbeitet mit einem externen Partner, der AfB („Arbeit für Menschen mit Behinderung“), zusammen, um alte IT-Hardware, z.B. nutzerbezogene IT-Komponenten wie Desktop-PCs, Notebooks, Smartphones und IT-Infrastruktur wie Server, Router und Switcher, zu recyceln. Im ersten Schritt wird die zu verschrottende IT-Hardware bei uns gesammelt. Im zweiten Schritt holt das Partnerunternehmen AfB die IT-Hardware ab und kümmert sich ums Recycling: Die gebrauchte Business-IT wird übernommen, zertifiziert gelöscht, aufgearbeitet und wieder vermarktet. Nicht mehr vermarktbare Geräte werden zerlegt und fachgerecht recycelt. Das Verfahren ist umweltschonend. Außerdem arbeitet das Unternehmen barrierefrei: Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten Hand in Hand.

Aktueller Stand: Die Maßnahme wurde umgesetzt. Für diese Zusammenarbeit wurden wir mit einer Urkunde geehrt.

Unternehmenskommunikation

Unternehmenskommunikation

Werbemittel zunehmend papierlos

Maßnahme: Die Unternehmenskommunikation (Ukom) des Werks plant und steuert die Digitalisierung unterschiedlicher Werbemittel. Dazu gehören alle Abteilungs-Flyer (z. B. der Studienfinanzierungs-Flyer), Studieren in Köln (kurz SiK), Werbemittel für die Erstsemesterbegrüßung und universelle Mini-Flyer. Die Informationen sollen zukünftig auf unsere Website und Social-Media-Kanäle gestellt werden. Mit einem geplanten universellen Mini-Flyer (Arbeitstitel „Bierdeckel“), den wir auf Erstsemesterbegrüßungen und Messen verwenden können, würde dann auf unser Online-Angebot verwiesen werden. (crossmedial via QR-Code). Die Werbemittel umfassen zudem Give-aways, die z. B. bei Hochschulveranstaltungen und Messen ausgegeben werden. Hier wird das Angebot stark begrenzt und ausschließlich auf nachhaltige Produkte beschränkt.

Aktueller Stand: Das Papier verschwindet für die Abteilungs-Werbeflyer fast komplett: Der Papierverbrauch sank um 76 %. Die Ukom hat alle Flyer storniert, die Flyer waren vorher schon als PDF-Dateien auf der Website zu finden. Momentan gibt es keine Abteilungs-Flyer und kein SiK, für SiK ist ein eigener Auftritt geplant. Die Erstsemesterbegrüßung wurde durch eine Landing Page, auf der alle relevanten Informationen in übersichtlicher Form präsentiert wurden, begleitet.

Produktion von Nachhaltigkeitstutorials für Studierende und Beschäftigte

Maßnahme: Nachhaltigkeit ist nicht nur ein organisatorisches oder abstraktes Thema. Wir selbst können uns nachhaltiger oder weniger nachhaltig verhalten. Es betrifft also nicht nur den Betrieb – das Werk –, sondern unsere eigenen persönlichen Verhaltensweisen. Es fehlen anschauliche Erläuterungen, wie man im Studien- oder Berufsalltag nachhaltig sein kann. Aus diesen Gründen hat die Unternehmenskommunikation vorgeschlagen, Tutorials zum Thema Nachhaltigkeit zu produzieren und zu veröffentlichen. Wir erreichen damit nicht nur unsere Beschäftigten, sondern auch die Studierenden.

Aktueller Stand: Im August 2021 wurden die ersten zwei Tutorials veröffentlicht. Thema waren die Herstellung einer plastikfreien Mülltüte und das Bienenwachstuch – eine Alternative zur Frischhaltefolie. Weitere Videos sind geplant und sollen im Jahr 2022 produziert werden.

Kita

Kita

Nachhaltigkeit in das pädagogische Konzept der Kitas aufnehmen

Maßnahme: In den Kitas des Werks werden unterschiedliche Nachhaltigkeits-Maßnahmen integriert: Das Spielzeug wird u. a. aus Alltagsmaterialien (z. B. werden in gebrauchte Saftflaschen oder selbst gebastelte Einsteckdosen Kugeln oder Knöpfe gefüllt) oder aus eigentlich nicht mehr verwendbaren Gegenständen selbst gebastelt (z. B. wurden die Martins-Laternen aus „Müll“ gebastelt). Bei der Anschaffung von neuem Spielzeug oder Mobiliar wird der Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Außerdem wird den Kindern nachhaltiges Verhalten spielerisch nähergebracht, z. B. die Mülltrennung oder – in zwei Kindergärten mit eigenem Kompost – die Kompostierung von Lebensmitteln.  In zwei Kitas mit eigenem Hochbeet erlernen die Kinder auch das Anpflanzen von Gemüse, Kräutern und Obst. Abschließend achten die Kitas auf eine nachhaltige Arbeitsweise. So werden die Eltern nicht mehr per Papieraushang, sondern per Mail, Info am Whiteboard oder an der Tafel informiert, Bioabfälle werden an die hauseignen Schnecken verfüttert und halbe Portionen Essen werden bestellt. Außerdem werden Materialien wiederverwendet, wie z. B. anfallende Schnipsel beim Ausschneiden für andere Bastelarbeiten.

Aktueller Stand: Nachhaltigkeit findet immer mehr Einzug in den Kitas, sowohl bei der eigenen Arbeit als auch zusammen mit den Kindern. Bedingt durch die Corona-Pandemie ist das Augenmerk auf die Nachhaltigkeit etwas verloren gegangen. Vermehrte Hygienemaßnahmen, der Einsatz von Desinfektionsmitteln, Masken und auch Papierhandtüchern wurden notwendig, sind jedoch leider nicht sehr umweltfreundlich. Weitere Projekte, wie zum Beispiel der Besuch der Abfallwirtschaftsbetriebe und die stärkere Einbindung der Eltern, sind für das kommende Kita-Jahr geplant, sollte die Pandemieentwicklung das zulassen.

Beratung

Beratung

Teil- und Tauschaktionen fördern

Maßnahme: Für die Planung der Teil- und Tauschbörsen wurde überlegt, welche Bedürfnisse der Studierenden für das Ziel relevant sind, z. B. materielle Unterstützung für Studierende mit Kind oder Schwangere. Das Thema Nachhaltigkeit soll hierbei mit im Vordergrund stehen. Um Doppelstrukturen zu vermeiden, wird ein Überblick über die Angebotslandschaft in Köln erarbeitet.

Aktueller Stand: Die Sozialberatung hat Anlaufstellen zum Sammeln und Tauschen von Gebrauchsmaterialien recherchiert, die für eine Zusammenarbeit im Interesse unserer Zielgruppe geeignet sind. Im nächsten Schritt sollen mögliche Kooperationen geprüft werden. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde die Maßnahme erst einmal ausgesetzt, da sie durch den Austausch und das Zusammenkommen von Menschen lebt.

Wohnheimtutorenprogramm

Wohnheimtutorenprogramm

Angebote mit Nachhaltigkeitscharakter organisieren

Maßnahme: Im Rahmen des Wohnheim-Tutorenprogramms soll an einem Standort ein Angebot zum Thema Nachhaltigkeit eingerichtet werden (z. B. Repair-Café, Upcycling-Werkstatt, Fahrradwerkstatt etc.). So sollen Studierende und Anwohner*innen/nicht studierende Bevölkerungsgruppen mit einander in Kontakt gebracht werden.

Aktueller Stand: Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde die Maßnahme erst einmal ausgesetzt, da sie im Besonderen vom Austausch der Leute untereinander lebt.