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Türchen 12

Weihnachtsgeschichte

Heute erwartet dich eine besinnliche Weihnachtsgeschichte, die dich auf eine kleine Reise mitnimmt. Mache es dir gemütlich, hol dir eine heiße Schokolade und lass dich verzaubern!

Die Lichter von St. Lucia

In einem kleinen, verschneiten Dorf tief in den Bergen lebte ein Junge namens Elias. Elias liebte Weihnachten mehr als alles andere – die funkelnden Lichter, den Duft nach frisch gebackenen Plätzchen und die Vorfreude, die in der kalten Winterluft lag. Doch dieses Jahr war es anders. Seine Familie hatte nicht viel Geld und ein großer Schneesturm hatte das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten. Es würde keine Geschenke geben, keinen Weihnachtsmarkt und keinen großen Festschmaus.

Elias’ Mutter sagte zu ihm: „Weihnachten ist nicht nur das, was wir haben, sondern das, was wir geben. Manchmal sind die kleinsten Gesten die wertvollsten.“

Diese Worte blieben Elias im Kopf und er beschloss, etwas Besonderes zu tun. Er holte die alte Laterne seines Großvaters aus dem Schuppen und sammelte Kerzen von den Nachbarn, die noch welche übrig hatten. Dann zog er los – durch die verschneiten Straßen des Dorfes, von Haus zu Haus. Bei jedem Haus zündete er eine Kerze in seiner Laterne an und bat die Bewohner, mit ihm zur kleinen Kapelle auf dem Hügel zu kommen.

Es dauerte nicht lange und eine kleine Gruppe von Dorfbewohnern folgte Elias durch den Schnee. Jeder hatte eine Kerze in der Hand und zusammen zogen sie zur Kapelle. Dort, im warmen Licht der Laternen und Kerzen, sangen sie Weihnachtslieder, erzählten Geschichten und teilten die wenigen Leckereien, die sie hatten.

An diesem Abend wurde das kleine Dorf in ein strahlendes Lichtermeer getaucht und Elias’ Herz war erfüllt von einem Glücksgefühl, das kein Geschenk der Welt hätte ersetzen können.

Die Worte seiner Mutter hatten sich bewahrheitet: Weihnachten ist nicht das, was wir haben, sondern das, was wir geben.

 

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