werkNET
Menü

Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft
Nachhaltigkeit

Das Werk wirtschaftet immer nachhaltiger

Umwelt- und Klimaschutz haben für das Werk oberste Priorität. Seit 2019 setzen wir Maßnahmen zur Stärkung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit um. Wir sparen Energie und Ressourcen, vermeiden Müll, fördern Produkte aus nachhaltiger Produktion und vieles mehr.

Diese Aktivitäten werden von der „Kommission Nachhaltigkeit“ gesteuert. Der Kommission gehören an: Jörg J. Schmitz (Geschäftsführer), Dr. Melanie Koch (Beratung), Carolin Brink (Hochschulgastronomie), Joachim Gerigk (Hochschulgastronomie), Cornelia Gerecke (Unternehmenskommunikation).

Über den Status unserer Maßnahmen informieren wir dich auf dieser Seite.

Seit Juni 2022 erhöht das Werk im Verbund mit den Studierendenwerken in NRW seine Anstrengungen für Nachhaltigkeit. Die zwölf Studierendenwerke NRW streben gemeinsam bis 2030 Klimaneutralität an und setzen damit ein starkes Zeichen für die nachhaltige Ausrichtung der Studierendenwerke: Bis 2030 wollen wir klimaneutral werden! Die Studierendenwerke NRW planen u.a. bis 2023 einen sog. „Corporate Carbon Footprint“, der regelmäßig die verantworteten Treibhausgasemissionen im Unternehmen erfasst. Diese Initiative wird auch unseren Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Austoßes Rückenwind verleihen.

Erfolge

Das sind unsere Erfolge auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit + Ausblick, woran wir noch arbeiten.

 

Hochschulgastronomie

Hochschulgastronomie

Abfallvermeidung

Mehrweg
Um das Verpackungsmaterial im To-Go Angebot in unseren Gastro-Betrieben zu reduzieren, ist im November 2020 ein Mehrweg-Pfand-System eingeführt worden. Aktuell sind über 15.000 Werk Bowls von Mepal im Umlauf.

„Bring your own box“
Seit August 2022 können Gäste unserer Mensen ihre Warmspeisen auch in ihrem selbst mitgebrachten Behältnis mitnehmen. 

Verpackungsmaterial
Seit 2022 nutzen wir in unseren Gastro-Betrieben Wachsfolie als Ersatz für Frischhalte- und Aluminiumfolie sowie Behältnisse mit Deckel.

Abfallmessung

Kölner Studierendenwerk blickt „in die Tonne“

Bereits im Juni 2022 wurde in der Mensa der Sporthochschule Köln eine Woche lang ein Blick auf die Speisereste geworfen. Im September 2022 gingen die Messungen in die zweite Runde. Wo fallen die meisten Speiseabfälle in der Mensa an? Um diese Frage zu beantworten, wurden im Rahmen des Projektes MehrWert21 und dem Projekt NEiS der Verbraucherzentrale NRW in der Mensa am Sportpark Müngersdorf eine Woche lang die Speisenabfälle erhoben.

Die Mensa am Sportpark Müngersdorf bietet ihren Gästen eine vielfältige Mittagsverpflegung mit drei bis vier verschiedenen Gerichten- darunter auch vegetarische und vegane Optionen- sowie ein Salatbuffet an. Anstrengungen für Nachhaltigkeit spielen eine Rolle und sollen im Verbund mit den zwölf Studierendenwerken in NRW erhöht werden, um dem gemeinsamen Bestreben, bis 2030 klimaneutral zu werden, nachzukommen.
Die Vermeidung von Lebensmittelverlusten kann hierbei einen wichtigen Beitrag leisten.

Doch wie viel des produzierten Essens landet am Ende des Tages eigentlich im Müll?
Um diese Frage zu beantworten, wurden im Zeitraum vom 19.09- 22.09.22 mit tatkräftiger Unterstützung vieler durch den AStA akquirierter studentischer Helfer:innen die Ausgabe- und Tellerreste erfasst und ins Verhältnis zu den produzierten Speisen gesetzt.

Mit einer Abfallquote von insgesamt rund 5 % über die gesamte Messwoche zeigt sich, dass die Mensa bereits durch die Wiederverwertung der übriggebliebenen Speisen wenige Abfälle verzeichnet und die Abfallquote bestmöglich optimiert.

Bei den erhobenen Tellerresten hören sich die insgesamt 81 Kilogramm an fünf Messtagen viel an, bedeuten bei rund 3750 Gästen allerdings durchschnittlich nur 20 g Speisereste pro Person. Heißt, die Portionsgrößen sind gut gewählt und der Hunger unter den Sportler:innen groß genug, um keine bis wenige Speisereste liegen zu lassen.  Auch die Ausgabereste sind mit 1,2 % sehr gering. Diese fallen überwiegend von einzelnen Komponenten aus dem Salatbuffet (Bohnen, Blattsalat, Couscous etc.) oder Soßen an.
Damit wurden die im Juni erhobenen Zahlen bestätigt, denn auch da lag die Abfallquote (gemessen an nur einem Tag) bei 5% und die der Tellerreste (gemessen an fünf Tagen) bei 17 g pro Person. 

„Wir freuen uns über das Ergebnis, welches uns bestätigt, dass die tägliche Planung der Speisen schon sehr gut kalkuliert sind.“ (Carolin Brink)

„An dieser Stelle möchten wir uns gerne bei allen Helfer*innen bedanken, ohne Sie hätten wir die Messung nicht durchführen können! Ebenfalls vielen Dank an die Mitarbeiter*innen in der Mensa am Sportpark Müngersdorf, die Kolleginnen und Kollegen des Projekts MehrWert21 sowie NEiS und dem Asta der DSHS für ihr Engagement!“. (Mareike Wiggers)

Geprüfte Bio-Qualität

Bio-Pasta 

Seit Anfang 2020 können die Gäste der Mensa Zülpicher Straße an der Pasta Station im Restaurant MG Süd biozertifizierte Pasta Gerichte genießen. Das bedeutet, dass die Zutaten für das Gericht zu mindestens 95% aus dem ökologischen Landbau stammen müssen. Die Herkunft der Ware muss genau dokumentiert sowie nach Öko-Kontrollnummern kontrolliert werden. Die Lieferanten für Bio-Artikel müssen ebenfalls zertifiziert sein. So lassen sich die Bio-Produkte bis zum Erzeuger zurückverfolgen. Amtlich zugelassene private Kontrollstellen überprüfen mindestens einmal jährlich den gesamten Betrieb. Die Arbeit der Kontrollstellen wiederum wird staatlich kontrolliert.

Aktuell wird durch die Pandemie in der Mensa Zülpicher Straße ein reduziertes Speisenangebot angeboten. Das Bio-Gericht wird deswegen zurzeit nicht produziert. Sobald es die Pandemielage zulässt, wird es wieder in den Speiseplan aufgenommen.

Fairtrade-University

Seit 2018 trägt die Universität zu Köln den Titel der "Fairtrade-University". Um die Auszeichnung „Fairtrade-University“ zu erlangen, müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden. Das Siegel der Fairtrade-University wird seit 2014 vom TransFair e.V. Deutschland an Hochschulen verliehen, die sich nach bestimmten Kriterien für fairen Handel einsetzen. An der Universität zu Köln wurde hierfür im Jahr 2017 eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen, die sich aus Vertretern der Studierendenschaft, der Gastronomie des Studierendenwerkes und dem zentralen Einkauf der Universität zusammensetzt. 

Das Kölner Studierendenwerk unterstützt hierbei, in dem wir in unseren Mensen, Bistros und Kaffeebars eine breite Palette von Produkten aus fairem Handel anbieten.

Neben Kaffee und Trinkschokolade ist das komplette Teesortiment fair gehandelt und in Bio-Qualität.

Dies ermöglicht den Arbeiter*innen eine Sicherung ihrer Existenz und verbessert die Lebensqualität durch Gesundheitsschutz. 2022 haben wir mehr als 800.000 Heißgetränke aus fair gehandeltem Kaffee, Kakao und Tee verkauft.

In der Hochschulgastronomie gibt es außerdem noch fair gehandelte Bananen, Schokolade sowie verschiedenste Riegel.

Weitere Infos unter: www.fraitrade-deutschland.de

Vegan und/oder vegetarisch genießen

Vegan und Vegetarisch
Unsere veganen und vegetarischen Angebote weiten wir laufend aus. Über 50% unseres Speiseplans ist bereits vegan oder vegetarisch. Jeden Tag findest du mindestens ein veganes oder vegetarisches Gericht in unseren Mensen. Auch bieten die Salatbüffets in einigen unserer Gastro-Betriebe eine breite vegan/vegetarische Auswahl an. In unseren Bistros und Kaffeebars stehen vegane Backwaren, Riegel und pflanzliche Milch zur Wahl.  Das Angebot variiert nach Betriebsgröße.

2022 haben wir mehr als 23.300 Liter Pflanzenmilch eingekauft.

Veganer #Vreitag
Als Beitrag zum Klimaschutz werden bei uns am veganen #Vreitag ausschließlich vegane Speisen in allen unseren Mensen angeboten. Der vegane #Vreitag ist immer am letzten Freitag des Monats.

Pop-Up Store
Im Oktober 2022 hat das Bistro Philosophikum am Albertus Magnus Platz als vegan/vegetarisches Pop-up-Bistro geöffnet.

Angebote aus artgerechter Haltung

NEULAND
Seit August 2022 beziehen wir unteranderem Fleisch von NEULAND.  Die Marke NEULAND steht seit über 30 Jahren für schmackhaftes Qualitätsfleisch aus tiergerechter Haltung, dass man mit gutem Gewissen genießen kann. NEULAND sagt „Ja“ zur umweltschonenden, bäuerlichen Landwirtschaft und ganz klar „Nein“ zur industriellen Tierhaltung und übernimmt mit dem NEULAND-Qualitätsfleischprogramm ethische Verantwortung für Tier und Umwelt.

Zudem verzichten wir seit Jahren auf überfischte Fischarten wie Thunfisch, Rotbarsch und Scholle, um einen Beitrag gegen die weltweite Überfischung zu leisten.

Verarbeitete Eier kaufen wir vorwiegend aus Freilandhaltung.

Regionalität

Unsere Lebensmittel kaufen wir möglichst regional ein, denn es ist uns wichtig, dass der Weg vom Lieferanten bis zu unseren Mensen, Bistros und Kaffeebars möglichst kurz ist. Daher kommen mehr als 50% unserer Lieferanten aus NRW und machen dies möglich. Zudem können durch einen zentralisierten Einkauf die Transportwege kurzgehalten und umweltschädliche Emissionen verringert werden.

                    

Beschaffungsordnung
Nachhaltige Einkaufsricht- und Leitlinien sind neu in unserer Beschaffungsordnung verankert worden. Dadurch sind wir bei Beschaffungsprozessen daran gebunden, neben ökonomischen Grundsätzen ebenfalls soziale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien zur Bewertung der Beschaffungsoptionen heranzuziehen.

Energieeffizienz

2019 ging die Mensa Lindenthal (ehemals Mensa Robert Roch) als Probebetrieb für neue Energieeinsparungsmaßnahmen an den Start. Unteranderem wurde eine intelligente LED-Technik im Speisesaal mit Bewegungsmeldern installiert.

Darauf aufbauend ist 2022 eine Arbeitsgruppe Energieeffizienz gegründet worden. Sie prüft anhand von Betriebsbegehungen, inwiefern in den anderen Betrieben Energie effizienter genutzt und bestenfalls eingespart werden kann.

Durch die Verwendung von smarten Spülmaschinen kann nicht nur Strom, sondern auch Wasser eingespart werden. Die Maschinen erkennen die Auslastung und passen sowohl den Wasser-, als auch die Spülmitteldosierung daran an.

Zudem werden unsere Mitarbeiter*innen unteranderem zu Energiemanager*innen ausgebildet.

In einigen unserer Betriebe werden die Speisen mit Fernwärme zubereitet. Fernwärme ist – mit der Nähe zu Heizkraftwerken - eine komfortable und klimaschonende Art der Wärmeversorgung. Die Rheinenergie produziert Fernwärme mit Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei wird Erdgas eingesetzt, um gleichzeitig Strom und Wärme zu erzeugen. Bei der Stromgewinnung entsteht Abwärme, die wiederum Wasser erhitzt, bevor dieses seinen Weg durch Leitungen zu den Häusern der Stadt findet. Hat das Wasser seine Wärme abgegeben, wird es zurück ans Heizkraftwerk geleitet und der Kreislauf beginnt von neuem.

Über die Kraft-Wärme-Kopplung wird die eingesetzte Energie zu mehr als 85 Prozent ausgenutzt. Dadurch sinkt der CO2-Ausstoß gegenüber anderen konventionellen Techniken der Energieerzeugung auf ein Minimum.

Externe Projekte

NEiS
Das Kölner Studierendenwerk ist ein Teil des Projekts NEiS der Verbraucherzentrale NRW. Durchgeführt wird das Projekt in Kooperation mit Hochschulen an drei Standorten in NRW. Es wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Im Rahmen des Projekts NEiS wurde in der Mensa an der Sporthochschule Köln in Zusammenarbeit mit dem Projekt MehrWert eine Abfallmessung durchgeführt mit dem Ergebnis, dass nur ca. 20g Speisereste auf den Tellern zurück bleiben. Das entspricht ungefähr zwei Karottenscheiben.

 

Billy Green
Fassadenbegrünung der Mensa: Isolierung und Wärmespeicherung.

Billy Green ist ein neuartiges und selbsttragendes System, mit dem sich mittels Pflanzen-Verschattungssegeln Glasfassaden und Hauswände mit großen Fensterflächen begrünen lassen, ohne die Sicht nach außen zu beeinträchtigen. Die Begrünung von Fassaden trägt dazu bei, Energie zu sparen sowie den städtischen Hitze-Insel-Effekt zu verringern, Lärm zu mindern und die Artenvielfalt zu erhalten. Darüber hinaus optimiert sie die Gebäudeenergieeffizienz und filtert Schadstoffe aus der Luft. Damit sind Fassadenbegrünungen ein wichtiger Teil der Anpassungsstrategie im urbanen Raum an den Klimawandel.

Aus- und Weiterbildung

Nicht nur Aus-, sondern auch Weiterbildungen im Werk sind uns wichtig, da wir so gleichzeitig in die Nachhaltigkeit investieren. Unsere Mitarbeiter*innen werden unter anderem zu Energiemanager*innen ausgebildet.

Sowohl für Mitarbeiter*innen, als auch für Student*innen können in Kochkursen Neues über gesunde und nachhaltige Ernährung lernen.

Studienfinanzierung

Studienfinanzierung

Einführung von E-Akten // Digitale BAföG-Akte

Maßnahme: In den letzten Jahren gingen ca. 14.000 Anträge auf Leistungen nach dem BAföG, die im maschinellen Verfahren erfasst werden, jährlich im Werk ein. Die BAföG-Akten werden mit mehreren in der Regel einjährigen Bewilligungszeiträumen angelegt. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind in einem Bewilligungszeitraum mindestens 50 Seiten an Informationen enthalten. Durchschnittlich werden pro Mitarbeiter*in 600 Akten im Jahr, monatlich 50 Vorgänge, angelegt. Aufgrund der Zustellungsmöglichkeit per E-Mail und durch das zusätzliche Antragsportal BAföG-Digital sind die Anträge sowie der gesamte von den Antragstellern ausgehende Schriftverkehr samt allen Anhängen zuvor bei der Studienfinanzierung auszudrucken und der Förderungsakte zuzuführen. Seit mehr als einem Jahr ist ein erheblicher Mehraufwand an Druckaufträgen festzustellen.

Die Einführung einer digitalen BAföG-Akte würde somit erheblich Papier einsparen. Zusätzlich können Mitarbeiter ortsunabhängig auf die E-Akten zugreifen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Ermöglichung von Homeoffice bzw. mobilem Arbeiten.

Ein weiterer Vorteil der digitalen BAföG-Akte besteht in der Archivierung. Die Bearbeitung der Vorgänge kann von allen Mitarbeiter*innen aus der Studienfinanzierung eingesehen und vorgenommen werden, das Archivieren und der Transport an einen ausgelagerten Ort sowie die Rückgabe aufgrund von Anforderung entfällt. Dadurch fallen jährlich Archivierungs- bzw. Lagerflächen und der Transport per Lieferwagen von ca. 15.000 Akten zukünftig weg.

Aktueller Stand: Die Programmierung der Akte und des dazugehörigen Archivs ist weitestgehend abgeschlossen. Es werden nur noch bei Bedarf kleinere Nachbesserungen vorgenommen. Nach einem langwierigen Genehmigungsprozess hat die Bezirksregierung unserem Scanverfahren im Hause und auch das Scannen des Aktenbestandes durch einen Dienstleister – das Auswahlverfahren inkl. Testscannung wurde bereits im Februar 2021 durchgeführt – genehmigt. Die Eingangspost für die Außenstelle Gummersbach wird bereits digitalisiert und an die Mitarbeitenden weitergeleitet, das Scannen der Bestandsakten wird Ende November beginnen. In dieser Phase des Projekts wird noch mit doppelter Aktenführung gearbeitet, neben der E-Akte wird die Papierakte weitergeführt. Im ersten Quartal 2022 soll die Bearbeitung in der Außenstelle umgestellt und ausschließlich digital durchgeführt werden.

Interner Service - Personal

Interner Service - Personal

Erhöhung der Homeoffice-Quote

Maßnahme: In Zukunft soll es mehr Mitarbeiter*innen des Werks möglich sein, von zuhause aus zu arbeiten, bzw. ins Homeoffice zu gehen.  Dies fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, entlastet die Verkehrsinfrastruktur und reduziert damit den verkehrsbedingten CO2-Ausstoß.     

Aktueller Stand: Im vergangenen Jahr konnte die Homeoffice-Quote stark auf 60% gesteigert werden. Allerdings ist das besonders auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Die Quote ergibt sich aus allen Mitarbeiter*innen, die einen Desktop-Arbeitsplatz haben. So werden Mitarbeitende ohne Desktop-Arbeitsplatz, z. B. produzierende Mitarbeiter*innen aus der Hochschulgastronomie, nicht miteinbezogen.

Interner Service - Einkauf

Interner Service - Einkauf

Entwicklung von nachhaltigen Einkaufsricht- und Leitlinien

Maßnahme: Nachhaltige Einkaufsricht- und Leitlinien für den Einkauf im Food/Non-Food-Bereich sollen entwickelt und verabschiedet werden. Soziale oder ökologische Aspekte spielen bislang keine systematische Rolle in unseren Beschaffungsprozessen und dies soll sich durch eine entsprechende Anpassung der Beschaffungsordnung ändern.

Aktueller Stand: Der Interne Service Einkauf hat der Geschäftsführung im zweiten Quartal 2021 einen Vorschlag zur Änderung der Beschaffungsordnung (BO) vorgelegt, die inzwischen genehmigt wurde und bereits Anwendung gefunden hat. Zum Beispiel betrifft dies die Preisanfragen für Kopierpapier sowie Fleisch aus artgerechter Tierhaltung von der Firma Neuland.

Lieferanten- und Herstellerbewertungen

Maßnahme: Hersteller- und Lieferantenbewertungen bezüglich Nachhaltigkeitsverfahren sollen in den Leitlinien berücksichtigt werden. Hersteller- und Lieferanten werden gebeten, dem Werk ihre eigenen Nachhaltigkeitskonzepte vorzulegen. Diese hauseigenen Nachhaltigkeitskonzepte werden zusammen mit anderen Kriterien, die für die Belieferung wichtig sind (z. B. Liefertreue), auf einer Skala von 1-6 bewertet. Alle erhaltenen Dokumente und Konzepte der Hersteller und Lieferanten werden in für die Fachabteilungen einsehbare Ordner ablegt. Das Ziel der Maßnahme ist es, proaktiv Daten der Hersteller und Lieferanten nachzufragen und für unsere Mitarbeiter*innen sichtbar zu machen. Dies gilt allen voran für Lieferanten, die das Werk direkt beliefern.

Aktueller Stand: Die Lieferanten- und Herstellerbewertung, die aus unserem Einkauf vorgeschlagen wurde, wird seit 2021 umgesetzt und erfolgt in einem Warenwirtschaftssystem (TL 1) sowie in einem öffentlich zugänglichen Ordner, der von den Bedarfsstellen einsehbar ist. Derzeit beschränkt sich die Lieferantenbewertung noch auf das Sammeln der Nachhaltigkeits- Konzepte, der Lieferanten und Hersteller. Pandemiebedingt und mit Blick auf das Einkaufsportal (EK-Portal) der Studierendenwerke NRW entwickeln wir darüber hinaus derzeit eine Bewertungsmatrix. Diese bewertet die ökonomischen, sozialen sowie ökologischen Kriterien. Ziel ist es, die Bewertung gemeinsam mit der Hochschulgastronomie durchzuführen und im Anschluss die Zahl der Lieferanten auszuwählen, die nach den Regularien der Beschaffungsordnung nötig sind, um die Beschaffung der einzelnen Produkte und Warengruppen über das EK-Portal durchzuführen.

Anfang 2023 kommt zudem eine Änderung die die Beanstandungsgründe im Bereich der Lebensmittelbestellung auswerten soll. Im Verlauf des Jahres 2022 werden die Beanstandungsgründe (wie bspw. fehlende Ware) durch die Betriebe eingetragen, sodass wir im Anschluss die Lieferzuverlässigkeit bewerten können. Durch die Auswirkungen der Pandemie sowie der gestörten Lieferketten durch die Ukrainekriese, bleibt es abzuwarten in wieweit  diese Auswertung eine Aussagekraft besitzen wird. 

Lieferstopps minimieren

Maßnahme: Im Ausschreibungsverfahren vom Food/Non-Food-Bereich sollen Lieferstopps optimiert werden. Das Ziel der Maßnahme ist es, durch genaue Beobachtung der Lieferstopps, d. h. wie häufig das Werk von Lieferanten in einer bestimmten Zeitspanne beliefert wurde, zu verbessern und zu minimieren. Die Lieferstopps sollen strategischer und kostengünstiger gesteuert werden: Zum einen entlasten wir den Straßenverkehr durch seltenere Lieferung, zum anderen erwarten wir eine Kostenminimierung von den Lieferanten des Werks.

Aktueller Stand: Zukünftig soll dies unter Federführung von unserem Einkauf in Abstimmung mit der Hochschulgastronomie erfolgen. Die Lieferstopps sollen in den kommenden Jahren durch eine Kennzahl vom Einkauf gesteuert werden. Durch die anhalten Auswirkungen der Pandemie sowie der Ukrainekriese und dem Fachkräftemangel, sind reduzierte  Liefertage und Mindestbestellmengen derzeit gängige Praxis. Zukünftig gilt es, aus dieser Praxis ein neues „Normal“ zu transferieren. Hierzu gab es bereits die ersten Abstimmungen zwischen der Hochschulgastronomie und Interner Service - Einkauf.

 

Ökopapieranteil erhöhen

Maßnahme: Das Geschäftspapier des Werks soll kurzfristig auf zertifiziertes („Blauer Engel“) Papier umgestellt werden. Das „Blauer Engel“ Papier besteht aus 100 % Recyclingpapier. Weitere Informationen zum „Blauer Engel“-Siegel erhältst du hier: https://www.blauer-engel.de/de .

Aktueller Stand: Das Kopierpapier ist auf 98% rec. Papier umgestellt. Derzeit erfolgt eine Bemusterung von recyceltem Handtuchpapier. Die Briefumschlägen auf rec. Briefumschläge soll im kommenden Jahr (2023) umgesetzt werden.

Entwicklung recycelter Papieranteil im Werk:

Interner Service - Gebäudemanagement

Interner Service - Gebäudemanagement

Ausbau der Photovoltaikkapazitäten

Maßnahme: Um den Anteil der erneuerbaren Energie im Werk zu erhöhen, muss geprüft werden, wo und in welchem Umfang wir auf unseren Immobilien Photovoltaikanlagen platzieren können. Die derzeitige Anlagenleistung (40kWp) soll bis 2023 verdoppelt werden.
(Kostenbudget 120.000 €)

Aktueller Stand: Um Photovoltaikanlagen platzieren zu können, müssen besondere Kriterien wie
z. B. Eigentumsverhältnisse und die technischen Anforderungen berücksichtigt werden. Somit wurden zunächst alle Standorte aufgenommen, an denen das Werk Strom direkt von Versorgern bezieht. Das sind derzeit insgesamt 47 Standorte. Nach der Überprüfung der Machbarkeit verbleiben noch 20 Standorte, die infrage kommen.

An diesen sind im Rahmen einer Ortsbegehung folgende Punkte zu prüfen: 

  1. Verschattungssituation
  2. Montagemöglichkeiten
  3. Aufbau und Zustand der vorhandenen Dachkonstruktion
  4. Einsatz von Energiespeichern

Im nächsten Schritt müssen durch einen Statiker die Punkte Tragfähigkeit der Decke, Windlast und Befestigungssystem untersucht werden.

Grüner Strommix

Maßnahme: Der Anteil erneuerbaren Stroms, der direkt von Versorgern bezogen wird, im Beschaffungsprozess auf mindestens 50% angesetzt, soll auf 100% gesteigert werden.

Aktueller Stand: Die Maßnahme wurde umgesetzt und Strom aus erneuerbaren Quellen für alle Lieferstellen ausgeschrieben, die Lieferung erfolgt ab dem 01.01.2022.

IT

IT

Förderung von Recycling // Wiederverwertung von IT-Hardware

Maßnahme: Die IT-Abteilung arbeitet mit einem externen Partner, der AfB („Arbeit für Menschen mit Behinderung“), zusammen, um alte IT-Hardware, z.B. nutzerbezogene IT-Komponenten wie Desktop-PCs, Notebooks, Smartphones und IT-Infrastruktur wie Server, Router und Switcher, zu recyceln. Im ersten Schritt wird die zu verschrottende IT-Hardware bei uns gesammelt. Im zweiten Schritt holt das Partnerunternehmen AfB die IT-Hardware ab und kümmert sich ums Recycling: Die gebrauchte Business-IT wird übernommen, zertifiziert gelöscht, aufgearbeitet und wieder vermarktet. Nicht mehr vermarktbare Geräte werden zerlegt und fachgerecht recycelt. Das Verfahren ist umweltschonend. Außerdem arbeitet das Unternehmen barrierefrei: Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten Hand in Hand.

Aktueller Stand: Die Maßnahme wurde umgesetzt. Für diese Zusammenarbeit wurden wir mit einer Urkunde geehrt.

Unternehmenskommunikation

Unternehmenskommunikation

Werbemittel zunehmend papierlos

Maßnahme: Die Unternehmenskommunikation (Ukom) des Werks plant und steuert die Digitalisierung unterschiedlicher Werbemittel. Dazu gehören alle Abteilungs-Flyer (z. B. der Studienfinanzierungs-Flyer), Studieren in Köln (kurz SiK), Werbemittel für die Erstsemesterbegrüßung und universelle Mini-Flyer. Die Informationen sollen zukünftig auf unsere Website und Social-Media-Kanäle gestellt werden. Mit einem geplanten universellen Mini-Flyer (Arbeitstitel „Bierdeckel“), den wir auf Erstsemesterbegrüßungen und Messen verwenden können, würde dann auf unser Online-Angebot verwiesen werden. (crossmedial via QR-Code). Die Werbemittel umfassen zudem Give-aways, die z. B. bei Hochschulveranstaltungen und Messen ausgegeben werden. Hier wird das Angebot stark begrenzt und ausschließlich auf nachhaltige Produkte beschränkt.

Aktueller Stand: Das Papier verschwindet für die Abteilungs-Werbeflyer fast komplett: Der Papierverbrauch sank um 76 %. Die Ukom hat alle Flyer storniert, die Flyer waren vorher schon als PDF-Dateien auf der Website zu finden. Momentan gibt es keine Abteilungs-Flyer und kein SiK, für SiK ist ein eigener Auftritt geplant. Die Erstsemesterbegrüßung wurde durch eine Landing Page, auf der alle relevanten Informationen in übersichtlicher Form präsentiert wurden, begleitet.

Produktion von Nachhaltigkeitstutorials für Studierende und Beschäftigte

Maßnahme: Nachhaltigkeit ist nicht nur ein organisatorisches oder abstraktes Thema. Wir selbst können uns nachhaltiger oder weniger nachhaltig verhalten. Es betrifft also nicht nur den Betrieb – das Werk –, sondern unsere eigenen persönlichen Verhaltensweisen. Es fehlen anschauliche Erläuterungen, wie man im Studien- oder Berufsalltag nachhaltig sein kann. Aus diesen Gründen hat die Unternehmenskommunikation vorgeschlagen, Tutorials zum Thema Nachhaltigkeit zu produzieren und zu veröffentlichen. Wir erreichen damit nicht nur unsere Beschäftigten, sondern auch die Studierenden.

Aktueller Stand: Im August 2021 wurden die ersten zwei Tutorials veröffentlicht. Thema waren die Herstellung einer plastikfreien Mülltüte und das Bienenwachstuch – eine Alternative zur Frischhaltefolie. Weitere Videos sind geplant und sollen im Jahr 2022 produziert werden.

Kita

Kita

Nachhaltigkeit in das pädagogische Konzept der Kitas aufnehmen

Maßnahme: In den Kitas des Werks werden unterschiedliche Nachhaltigkeits-Maßnahmen integriert: Das Spielzeug wird u. a. aus Alltagsmaterialien (z. B. werden in gebrauchte Saftflaschen oder selbst gebastelte Einsteckdosen Kugeln oder Knöpfe gefüllt) oder aus eigentlich nicht mehr verwendbaren Gegenständen selbst gebastelt (z. B. wurden die Martins-Laternen aus „Müll“ gebastelt). Bei der Anschaffung von neuem Spielzeug oder Mobiliar wird der Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Außerdem wird den Kindern nachhaltiges Verhalten spielerisch nähergebracht, z. B. die Mülltrennung oder – in zwei Kindergärten mit eigenem Kompost – die Kompostierung von Lebensmitteln.  In zwei Kitas mit eigenem Hochbeet erlernen die Kinder auch das Anpflanzen von Gemüse, Kräutern und Obst. Abschließend achten die Kitas auf eine nachhaltige Arbeitsweise. So werden die Eltern nicht mehr per Papieraushang, sondern per Mail, Info am Whiteboard oder an der Tafel informiert, Bioabfälle werden an die hauseignen Schnecken verfüttert und halbe Portionen Essen werden bestellt. Außerdem werden Materialien wiederverwendet, wie z. B. anfallende Schnipsel beim Ausschneiden für andere Bastelarbeiten.

Aktueller Stand: Nachhaltigkeit findet immer mehr Einzug in den Kitas, sowohl bei der eigenen Arbeit als auch zusammen mit den Kindern. Bedingt durch die Corona-Pandemie ist das Augenmerk auf die Nachhaltigkeit etwas verloren gegangen. Vermehrte Hygienemaßnahmen, der Einsatz von Desinfektionsmitteln, Masken und auch Papierhandtüchern wurden notwendig, sind jedoch leider nicht sehr umweltfreundlich. Weitere Projekte, wie zum Beispiel der Besuch der Abfallwirtschaftsbetriebe und die stärkere Einbindung der Eltern, sind für das kommende Kita-Jahr geplant, sollte die Pandemieentwicklung das zulassen.

Beratung

Beratung

Teil- und Tauschaktionen fördern

Maßnahme: Für die Planung der Teil- und Tauschbörsen wurde überlegt, welche Bedürfnisse der Studierenden für das Ziel relevant sind, z. B. materielle Unterstützung für Studierende mit Kind oder Schwangere. Das Thema Nachhaltigkeit soll hierbei mit im Vordergrund stehen. Um Doppelstrukturen zu vermeiden, wird ein Überblick über die Angebotslandschaft in Köln erarbeitet.

Aktueller Stand: Die Sozialberatung hat Anlaufstellen zum Sammeln und Tauschen von Gebrauchsmaterialien recherchiert, die für eine Zusammenarbeit im Interesse unserer Zielgruppe geeignet sind. Im nächsten Schritt sollen mögliche Kooperationen geprüft werden. 

Wohnheimtutorenprogramm

Wohnheimtutorenprogramm

Angebote mit Nachhaltigkeitscharakter organisieren

Maßnahme: Im Rahmen des Wohnheim-Tutorenprogramms soll an einem Standort ein Angebot zum Thema Nachhaltigkeit eingerichtet werden (z. B. Repair-Café, Upcycling-Werkstatt, Fahrradwerkstatt etc.). So sollen Studierende und Anwohner*innen/nicht studierende Bevölkerungsgruppen mit einander in Kontakt gebracht werden.

Aktueller Stand: Vereinzelnd konnten Veranstaltungen wie Kleidertausch, Flohmarkt und bepflanzen von Hochbeeten bereits stattfinden. Konkrete Schritte zu der Maßnahme konnten aber noch nicht vollends umgesetzt werden. Im Vorfeld müssen wir herausfinden, worauf die Studierenden Lust haben, was sie nutzen und wo sie sich mit einbringen würden. Dazu haben wir eine Abfrage entwickelt.