Pressemitteilung 8 / 2003   ( zur Übersicht )

Studentenwerke schaffen optimale Rahmenbedingungen für ein effizientes und kostengünstiges Studium und sind zudem Wirtschaftsfaktoren für die Region


 

Zum Leistungsspektrum:
Verpflegung Studierender, Versorgung mit studentischem Wohnraum, Studienfinanzierung, Kinderbetreuung, soziale Beratung und kulturelle Aktivitäten - all das bieten die 12 Studentenwerke den 457.000 Studierenden an den 40 Hochschulen in NRW. Davon sind ca. 83.000 Studierende in Köln immatrikuliert.

Verpflegung Studierender:
Im Jahr 2002 wurden über 14 Mio. (in Köln 2.4 Mio.) Mensaessen verkauft. Die Umsätze in den 85 Mensen und 90 Cafeterien (15 Kölner Betrieben) konnten noch leicht gesteigert werden (1,2 %, in Köln um 1,1%). Insgesamt wurde ein Umsatz von über 64 Mio. Euro (in Köln 9.1 Mio. Euro) erzielt.

Wohnraum für Studierende:
Bei einer stärkeren internationalen Ausrichtung der Hochschulen kann die Nachfrage insbesondere ausländischer Studierender nach preisgünstigem Wohnraum mit den 36.400 Wohnplätzen der Studentenwerke - der durchschnittliche Mietzins beträgt 162 Euro im Monat - in der Zukunft nicht gedeckt werden. Trotz umfangreicher Sanierungsmaßnahmen in Köln, bei denen Wohnhäuser geschlossen werden mussten, blieb die Wohnplatzzahl mit 4.566 konstant. Der durchschnittliche Mietzins in Köln ist mit 204 Euro pro Monat Warmmiete viel günstiger als auf dem freien Markt. Nach Einschätzung des Sprechers der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke in NRW, Herrn Günther Remmel, fehlen bis 2005 etwa 2.500 zusätzliche Wohnplätze in NRW. Um Neubauten errichten zu können, sind die Studentenwerke dringend auf die finanzielle Beteiligung des Bundes und des Landes angewiesen. Das Angebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau, den Studentenwerken zinsvergünstigte Kredite zu geben, ist zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung. Da die Zinsvergünstigungen aber derzeit nur für 3 bis 5 Jahre gewährt werden, besteht keine hinreichende Planungssicherheit.

Studienfinanzierung:
Dank des Ausbildungsförderungsreformgesetzes im Jahr 2001 konnten die Studentenwerke NRW an deutlich mehr Studierende Mittel nach dem BAföG - insgesamt 269 Mio. Euro ( in Köln 44.189 Mio. Euro) - auszahlen. In 2002 waren es 62.000 Studierende (in Köln 13.166 Studierende). Bezogen auf die Gesamtzahl der Studierenden kommen aber auch jetzt nur 13,5 % der Studierenden in den Genuss der staatlichen Förderung. Das Kölner Studierendenwerk hat das Ausbildungsreformgesetz intensiv beworben. Dazu gehörten eine Podiumsdiskussion mit der Ministerin Buhlmann und Guildo Horn als BAföG-Botschafter sowie zahlreiche Plakate. Die Zahl der geförderten Studierenden konnte um mehr als 2% von 13,52 % im Jahr 2001 auf 15,88% im Jahr 2002 gesteigert werden.

Kinderbetreuung:
Zur Entlastung der Studierenden mit Kindern - 8,5 Prozent sind Eltern - tragen die Studentenwerke mit ihren Kindertagesstätten bei. Während es im Jahr 1994 nur 158 Tagesplätze an drei Standorten gab, stehen heute 775 Plätze an 11 Standorten zur Verfügung. Das Kölner Studierendenwerk ist Träger von den UniKids und den FH-Zwergen mit insgesamt 28 Plätzen. Das sind nur 3,6 % im Vergleich zu der Gesamtanzahl in NRW.

Studentenwerke als Wirtschaftsfaktoren für die Region:
Nicht nur als Arbeitgeber der 3.358 beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (in Köln 513) sowie der 102 Auszubildenden und Praktikantinnen/Praktikanten, sondern auch als Auftraggeber kommt den Studentenwerken eine erhebliche Bedeutung als Wirtschaftsfaktoren für die Region zu.

Im Jahr 2002 erteilten sie Investitionsaufträge in einem Volumen von fast 24 Mio. Euro. In Köln wurden davon 6,7 Mio. Euro und mit 28 % fast ein Drittel der Investitionsaufträge von NRW erteilt. Zur Finanzierung dieser größeren Baumaßnahmen an Wohnhäusern und Verpflegungseinrichtungen erhielten die Studentenwerke 2,3 Mio. Euro (in Köln 1.2 Mio. Euro) an öffentlichen und 18.000 Euro an privaten Zuschüssen. Das heißt, 90 Prozent der gesamten Kosten wurden von den Studentenwerken NRW durch Eigenmittel oder durch die Inanspruchnahme langfristiger Kredite gedeckt.

Für die Instandhaltungsmaßnahmen an den bestehenden Einrichtungen wurden im Jahr 2002 insgesamt über 24 Mio. Euro (6.1 Mio. Euro) aufgebracht. Für Strom, Reinigungsarbeiten Externer und Energie mussten über 30 Mio. Euro (in Köln 3 Mio.) aufgewandt werden. Die zur Produktion in den Verpflegungsbetrieben notwendigen Waren nehmen das beachtliche Volumen von 38,8 Mio. Euro (in Köln 5,6 Mio. Euro) ein. Da diese Aufträge und Bestellungen weitestgehend an heimische Handwerksbetriebe und Anbieter von Lebensmitteln vor Ort vergeben werden, profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch die Betriebe in der Region von der Arbeit der Studentenwerke. .

Pressekontakt Kölner Studierendenwerk: Cornelia Gerecke, (Tel. 0221 - 94265-326)
Pressekontakt der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke NRW,Helga Fels, (Tel. 0521 106 4133)