Pressemitteilung 2 / 2004   ( zur Übersicht )

Studentenwerke helfen beim Examensendspurt


Die Darlehnskasse der Studentenwerke NRW (DAKA) erweitert ihr Angebot zu Zeiten der Gebührenbescheide für Langzeitstudierende

Köln, den 19. März 2004. Auch Langzeitstudierende können ab dem Sommersemester 2004 ein zinsloses DAKA-Darlehn in Anspruch nehmen. Die Darlehnskasse der Studentenwerke NRW e. V. (DAKA) unterstützt hiermit die Gruppe der Studierenden, welche pro Semester 650 € an Studiengebühren aufbringen muss und zielgerichtet das Examen anstrebt bzw. noch ein oder zwei Semester benötigt.

Rund 130.000 der etwa 500.000 Studierenden in Nordrhein-Westfalen fallen unter die Gebührenpflicht des neuen Studienkontengesetzes. Von den ca. 26 % der betroffenen Studierenden sind 67 % (87.000) Langzeitstudierende und 33 % (43.000) absolvieren ein Zweit-, Aufbau oder Zusatzstudium. Als Langzeitstudium gilt, mehr als die anderthalbfache Regelstudienzeit.

Viele Studierende können ihr Studium nur durch Jobben finanziell bestreiten. Da ein solches Teilzeitstudium naturgemäß länger dauert, ist besonders diese Gruppe der Studierenden von der neuen Studienkontenregelung betroffen. Manfred Losen, der Vorstandsvorsitzende der DAKA, meint dazu: „Wir verschließen uns der finanziellen Problematik der neuen Gebührenpflicht nicht, sondern erweitern unsere Förderpolitik entsprechend.“ Die schnelle Reaktion der DAKA dürfte auch die Zustimmung des Bundespräsidenten Johannes Rau finden, dieser forderte erst kürzlich in diesem Zusammenhang, „jeden Einzelnen zu fördern, niemanden abzuschreiben und niemanden fallen zu lassen.“

Die Maßnahme der DAKA kommt sowohl den betroffenen Studierenden, als auch der Gemeinschaft der Steuerzahler zugute. Joachim Schultz-Tornau, Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses im Landtag NRW, weist darauf hin, dass jeder Studierende, der sein Examen ablegt, der Gesellschaft das Drei- bis Vierfache der verursachten Kosten seines Hochschulstudiums durch spätere Steuerzahlungen wieder einspielt.

Seit 50 Jahren vergibt die DAKA schnell und unbürokratisch Studienabschlussdarlehn. Die Studienförderung kann unabhängig vom staatlichen Fördersystem (BAföG) in Anspruch genommen werden und hat in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten zahlreiche Studierende dabei unterstützt, ihr Hochschulstudium erfolgreich abzuschließen. Ein Studierender mit einer höheren Semesterzahl kann Fördermittel für einen Zeitraum von maximal zwölf Monaten vor und zwölf Monaten nach der Examensanmeldung beziehen. Die DAKA-Mittel sind in ihrer Gesamtheit allerdings knapp. Eine Vergabe kann immer nur dann erfolgen, wenn ein ausreichendes Budget vorhanden ist. „In diesem Jahr", so Detlef Rujanski, stellv. Vorstandsvorsitzender der DAKA, „stehen 2,85 Mio. € für die Darlehnsvergabe an die Studierenden zur Verfügung". Somit sollte in der Zeit vor dem Examen die Förderung in Höhe der zu zahlenden Gebühr von 650,00 € im Vordergrund stehen. Im Ergebnis kann das erweiterte Fördermodell aber dahin führen, dass ein Studierender vor und während des Examens zinslose Darlehn bis zu 12.400 € erhält, abzüglich einer geringen Verwaltungsgebühr. Derzeit profitieren rund 650 Examenskandidaten pro Jahr von der DAKA-Förderungsmöglichkeit. Zukünftig wird eine Vielzahl von weiteren Studierenden hinzukommen, deren Abschluss durch die Gebührenpflicht des neuen Studienkontengesetzes gefährdet ist.

Weitere Informationen unter www.daka-nrw.de.

Für Rückfragen und Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an:

Herrn Dipl.-Kfm. Manfred Losen
Telefon: 0211 8113298

oder an

Herrn Dipl.-Soz.-Päd. Detlef Rujanski
Telefon: 0271 7404882 oder -83
Mobil: 0172 5938830.

Pressekontakt:

Ruth Schamlott
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kölner Studierendenwerk
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