Start Up

der frühe Vogel… /
good morning kick /
auf die Plätze, fertig, los!
Komm doch auch zum Startpunkt:
lege deine Strecke fest und bestimme dein Tagesziel: Montag bis Freitag 8:30 bis 8:45 Uhr
Treffen im Gruppenraum der BKSA, Luxemburger Str. 181-183
Lernverabredungen treffen, Aufgaben konkretisieren, Lernort bestimmen, loslegen!

Lernletter Februar 2012

 

Thema: Tipps zu Arbeitsstrategien

 

Im letzten Lernletter ging es hauptsächlich um die Planung und Organisation von Aufgaben und Lernzeiten. Zugrunde lag die Frage, wie es gelingen kann, in der Vielzahl von Aufgaben den Überblick zu behalten und diese auch zu bewältigen. Dabei sind planerische und organisatorische Fähigkeiten gefragt.

Entscheidend für den Erfolg sind aber vor allen Dingen auch die Vorgehensweisen beim Lernen / Arbeiten. Darum geht es in diesem Lernletter. Prüfen Sie sich selbst zu den einzelnen Hinweisen, was Ihnen schon gut gelingt und was Sie noch verbessern könnten.

 

  • Pausen sind wichtig zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit. Probieren Sie folgendes System aus und variieren es individuell: Eine Lerneinheit von 90 Minuten unterbrechen Sie zweimal mit 5 Minuten Pause zur Regeneration (kurze Unterbrechung: durchatmen, bewegen, trinken… keine intensive Beschäftigung mit anderen Themen!). Der wechselseitige Effekt: Sie müssen sich zunächst nur für 30 Minuten konzentrieren und sehen in der Unterbrechung, dass Sie schon etwas geschafft haben. Nach der Lerneinheit und einer Pause von ca. 15 Minuten kann es im gleichen Rhythmus weitergehen.

 

  • Grenzen Sie Ihre Zeit zur Bearbeitung von Aufgaben ein. Es gilt das Motto „In einer vorgegebenen Zeit eine Aufgabe bewältigen“ und nicht die Devise, der Aufgabe so viel Zeit zu geben wie sie braucht. Alle zu erbringenden Leistungen im Studium sind in begrenzter Zeit zu erledigen, nutzen Sie dies beim Lernen als kleines Training. Dies verhilft oft zu verbesserter Konzentration, statt mit Ablenken, Trödeln und Aufschieben unnötig Zeit zu verschenken. Benennen Sie also für die nächste Arbeitsphase ein inhaltliches Ziel, um sich zu begrenzen.

 

  • Nutzen Sie Arbeitstechniken, die effektiv sind und mit denen Sie zügig vorankommen. Unterschiedliche Aufgaben (Multiple Choice, freier Text, Referat etc.) brauchen unterschiedliche Herangehensweisen. Überprüfen Sie Ihre langjährig praktizierte Art zu lernen. Oftmals ist dies nicht die beste, sondern nur die gewohnte Art, und anders als früher führt sie häufig zu schlechteren Ergebnissen als erwartet. Passen Sie das Lernen an die neuen Aufgaben an, probieren Sie ggf. mehrere Techniken aus und arbeiten Sie dann konsequent mit den neuen Strategien.

 

  • Hilfreich dabei ist es, sich bei der Bearbeitung von Themen auf das Prüfungsrelevante bzw. auf die Schwerpunkte und die Aufgabenstellung zu fokussieren, statt sich im Detail (perfektionistisch?) oder in Nebengebieten (interessant, aber notwendig?) zu verlieren. Setzen Sie Prioritäten und machen Sie zunächst das, was gefordert wird. Wenn diese Basis vorhanden ist, können Sie sich in einem zweiten Durchgang intensiver mit den Themen beschäftigen und Ihr Wissen festigen und ausweiten.

 

  • Etablieren Sie ein Wiederholungssystem für Gelerntes, denn Wiederholung bringt den Lernerfolg. Je länger Sie mit der Wiederholung warten, umso eher müssen Sie sich die Inhalte wieder neu erarbeiten. Ein gutes System ist: Wiederholung am gleichen Tag (als Abschluss der Lernphase), am nächsten Tag / beim nächsten Mal (zunächst Wissen auffrischen, bevor es mit neuen Informationen weitergeht), eine Woche später und einen Monat später. Starten Sie mindestens mit den ersten beiden Schritten, Sie werden sicherlich Veränderungen beobachten können.

 

  • Nutzen Sie Lerngruppen für Aufgabenteilung, Austausch, gegenseitiges Erklären, Üben, Abfragen, Motivieren …

 

  • Bearbeiten Sie Ihre Unterlagen regelmäßig, statt alle Aufarbeitung für später aufzuheben. Die Idee, es dann „richtig“ zu machen, bereitet erfahrungsgemäß neue Probleme, z. B. Überforderung bei den Bergen an Aufgaben. Lieber in kleinen Einheiten (Zeitbegrenzung!) regelmäßig dranbleiben, als viel auf einmal zu wollen. Üben Sie sich beim Bearbeiten darin, zügig einen Überblick über die Inhalte zu bekommen, und unterscheiden Sie Wesentliches von nicht so Wichtigem. Markieren Sie dies entsprechend mit Farben und Symbolen, das erleichtert das Wiederfinden und das Behalten.

 

  • Nutzen Sie den Bereich „soziale Unterstützung / Kontrolle“ zur Umsetzung Ihrer Vorhaben. Sprechen Sie sich z. B. mit anderen über die zu erledigenden Aufgaben ab und berichten Sie über Ihr Vorankommen. Verabreden Sie sich zu gemeinsamen Lernzeiten (und Pausen) und treffen Sie weitere Absprachen, die Sie unterstützen (Weckanruf morgens, Vereinbarung von Aufgaben mit Zeitlimit etc.). Dies ist auch studiengangübergreifend möglich.

 

Wenn Sie mit diesen Hinweisen für eine gute Arbeitsbasis sorgen, ist schon viel erreicht. Probieren Sie es aus und bleiben Sie hartnäckig, manche Strategien zeigen erst nach mehrmaligem Anwenden ihre positive Auswirkung.   

 

Seitenanfang

 

Zuletzt aktualisiert am 14.11.2012