Start Up

der frühe Vogel… /
good morning kick /
auf die Plätze, fertig, los!
Komm doch auch zum Startpunkt:
lege deine Strecke fest und bestimme dein Tagesziel: Montag bis Freitag 8:30 bis 8:45 Uhr
Treffen im Gruppenraum der BKSA, Luxemburger Str. 181-183
Lernverabredungen treffen, Aufgaben konkretisieren, Lernort bestimmen, loslegen!

Ja, aber ich kann doch besser abends lernen!

Unsere physiologischen Funktionen unterliegen - unabhängig von anderen  Gewohnheiten – einer Abhängigkeit von der Tageszeit. Dabei erreichen Puls- und Atemfrequenz, Körpertemperatur und Blutdruck  Höchstwerte zwischen 8 und 10 Uhr vormittags und zwischen 16 und 18 Uhr nachmittags. Die Kurve der Leistungsbereitschaft macht einen Knick nach unten um die Mittagszeit zwischen 13 und 15 Uhr und nachts zwischen 22 und 6 Uhr morgens mit einem absoluten Tiefpunkt etwa zwischen 2 und 4 Uhr.

Dennoch hält sich unter Student/innen ein weit verbreitetes Ammenmärchen, man könne am besten und effektivsten abends und nachts lernen bzw. arbeiten. Seine Hartnäckigkeit  verdankt es einem Effekt, den wir selffulfilling prophecy (sich selbst erfüllende Prophezeiung) nennen: Sie ignorieren morgens den Wecker, beginnen den Tag erst spät, vermeiden den Arbeitsbeginn, indem Sie sich gerne den o. g. verschiedenen Alibiverrichtungen hingeben, spüren mit Einsetzen der Abenddämmerung ein unangenehmes Gefühl aufkommen (gelegentlich bezeichnet als schlechtes Gewissen), welches es Ihnen nicht zu erlauben scheint, den Tag zu beenden, ohne etwas für ihr Studium getan zu haben und verbringen dann zur Selbstbestrafung noch Stunden bis weit nach Mitternacht am Computer oder über Literatur. Der nächste Tag muss entsprechend später beginnen – und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Schließlich wird dann ein in solchen masochistischen  Nachtschichten entstandenes Werk noch unter den Kommilitonen als heroische Leistung verkauft: „Ich habe für mein Referat nächtelang durchgearbeitet!“ – Und, bitte, was haben Sie tagelang getan?

TIPP!

Folgendermaßen können Sie Ihre Hypothese (streng wissenschaftlich natürlich!) überprüfen:

  • Verändern Sie über einen „repräsentativen“ Zeitraum Ihren Tagesrhythmus zugunsten von Lernzeiten in den Vormittags- und Nachmittagsstunden – ohne willkürliche Veränderung der Parameter im Verlauf des Experiments!
  • Betreiben Sie Erfolgskontrolle, indem Sie sich am Ende jedes Arbeitstages genau notieren, was Sie erledigt haben.
  • Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse und vergleichen Sie sie mit den Erfolgen früherer Zeiträume.
    Wenn Sie dann immer noch zu dem Schluss kommen: „Damals, nachts war (signifikant) alles besser...“, dann dürfen Sie weiterhin im Brustton der Überzeugung die Physiologie auf den Kopf stellen!
Zuletzt aktualisiert am 30.03.2016