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der frühe Vogel… /
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auf die Plätze, fertig, los!
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lege deine Strecke fest und bestimme dein Tagesziel: Montag bis Freitag 8:30 bis 8:45 Uhr
Treffen im Gruppenraum der BKSA, Luxemburger Str. 181-183
Lernverabredungen treffen, Aufgaben konkretisieren, Lernort bestimmen, loslegen!

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Lernletter 06/04

 „Was keine Pause kennt, ist nicht dauerhaft!“ (Ovid)
Sie wissen aus den ersten beiden Lernlettern jetzt schon, wann Ihre leistungsfähigsten Zeiten liegen und welche Arbeitszeitgrenzen Sie sich setzen sollten. Heute erfahren Sie, wie Sie Ihre so abgesteckte Arbeitszeit noch effektiver gestalten können: durch den richtigen Einsatz von Pausen!

Jede Art der körperlichen oder geistigen Arbeit verursacht nach gewisser Zeit Ermüdungserscheinungen, die jedoch in Erholungsphasen recht schnell wieder abklingen. Die Kunst besteht darin, solche Pausen zur rechten Zeit und in der richtigen Länge einzulegen!

Otto Graf (Sie erinnern sich?) gestaltete hierzu folgendes Experiment: Er ließ Gruppen von Probanden über einige Stunden einfache Additionsaufgaben rechnen. Eine Gruppe musste pausenlos durcharbeiten, andere erhielten regelmäßige Pausen verschiedener Länge. Er ermittelte jeweils die Gesamtzahl der gerechneten Aufgaben und die Fehlerquote. Dabei kam er zu einem erstaunlichen Ergebnis: Die Pausen-Gruppen schafften in derselben Zeit trotz Zeitverlust durch Pausen nicht nur deutlich mehr Additionen, sie machten auch weniger Fehler, als die Non-Stopp-Arbeiter. Allein die Aussicht auf eine baldige Erholung wirkte dabei schon leistungssteigernd!

Weitere Ergebnisse arbeitsphysiologischer Untersuchungen:

  • Mehrere kurze Pausen sind effektiver, als eine lange, da der Erholungswert in den ersten Minuten am größten ist und dann stetig abnimmt. 
  • Pausenloses Arbeiten führt zu sog. „maskierten“ Pausen, d.h. der Organismus verschafft sich dann unwillkürliche und oft unbemerkte pausenähnliche Abwechslung (aus dem Fester schauen, Nase putzen, häufigerer Gang zur Toilette etc.)


Ermüdung

Was bedeutet dies für Ihre Arbeitszeitgestaltung?

  • Legen Sie regelmäßig alle 45 – 60 Minuten eine kurze Pause von 5 bis max. 10 Minuten ein. 
  • Sorgen Sie in der Pause für eine kleine Abwechslung oder Bewegung. 
  • Dehnen Sie die Arbeit nicht über mehr als eine Stunde aus, da der Ermüdungsgrad dann rapide zunimmt und sich schlechter durch eine Pause wieder ausgleichen lässt. 
  • Dehnen Sie die Pause nicht über 10 Minuten aus, da der Erholungswert danach rapide abnimmt und die Wiederaufnahme der Tätigkeit um so schwerer fällt. 
  • Teilen sie sich so Ihren 8-Stunden-Arbeitstag in kleine Arbeitseinheiten von z.B. 4 am Vormittag und 4 am Nachmittag, oder auch 5 zu 3 (für Frühaufsteher!) ein. 
  • Legen Sie einmalig eine längere Mittagspause während des Mittagstiefs (Circadianrhythmus!) ein.

Und noch ein kluger Spruch zu diesem Thema:
„Die Natur des Geistes ist so geartet, dass uns der Wechsel meist mehr Erholung schafft, als die Ruhe.“ (Ernst Freiherr von Feuchtersleben)

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Last Updated on Tuesday, 13 November 2012 16:09