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Türchen 18: Weihnachtsmythen

CocaCola hat den Weihnachtsmann erfunden, an den Feiertagen nehmen wir 2 Kilo zu und Weihnachten ist das Fest der Liebe. – Stimmt das?

Wir haben für dich die größten Weihnachtsmythen rausgesucht.

1. Mythos
Jesus wurde an Weihnachten geboren

Am 24. Dezember feiern wir die Geburt von Jesus Christus, genauer gesagt am 25. Dezember, da laut antiker Tradition bereits mit dem Sonnenuntergang der Tag endet und der nächste beginnt. Dass das aber tatsächlich der Geburtstag von Jesus ist, gibt es keine Beweise für. Auch die Bibel gibt keinerlei Hinweise auf ein Datum der Geburt von Jesus Christus. Denn da sich die Urchristen nicht um Geburtstage scherten, ist der von Jesus Christus nicht im Detail überliefert. Aber warum denken wir, dass Jesus am 24. Dezember geboren wurde? Ein Grund könnte u. a. der Julianische Kalender sein, der im Mittelalter eingeführt wurde. Demnach feierten Heiden am 25. Dezember die Wintersonnenwende. Doch die Christen wollten die Menschen in ihre Glaubenskultur einbinden – und heidnische Bräuche aus dem öffentlichen Raum verdrängen. So wurde die Geburt von Jesus Christus einfach auf den Tag der Wintersonnenwende verschoben.

2. Mythos:
Coca Cola hat den Weihnachtsmann erfunden

Das stimmt nicht ganz! Weihnachten ist zwar eng mit Coca Cola verknüpft, man denke nur an die Weihnachtstrucks, die der Getränkehersteller jedes Jahr in der Weihnachtszeit auf Tour schickt. Den Weihnachtsmann erfunden hat Coca Cola aber deshalb nicht. Die Figur des Weihnachtsmanns stammt vom Bischof Nikolaus von Myra, der bis heute an seinem Todestag kommt, um Kinder und arme Menschen zu beschenken. Aus den Niederlanden gelangte der Brauch von Sinterklaas auch in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo Sinterklaas zu Santa Claus wurde. Das Aussehen des Weihnachtsmanns prägte jedoch Coca Cola.

3. Mythos:
An den Feiertagen nehmen wir circa zwei Kilo zu

Weihnachten ist nicht gerade das Fest der „gesunden Speisen“, dennoch nimmt man nicht so sehr zu, wie das irrtümlich angenommen wird. Um tatsächlich zuzunehmen, müssten die Menschen etwa 18.000 Kilokalorien während der Festtage zu sich nehmen – also ungefähr eine Fünf-Kilo-Weihnachtsganz plus der gängigen Beilagen. Pro Person! Tatsächlich beträgt die Gewichtszunahme nur etwa 370 Gramm.

4. Mythos:
"Rudolph, the Red-Nosed Reindeer" ist nur eine Erfindung

„Rudolph, the red-nosed reindeer“ ist ein wichtiger Verbündeter des Weihnachtsmanns. Er hilft ihm mit seiner leuchtend roten Nase den Weg durch die Dunkelheit zu den Kindern zu finden, die an Heiligabend beschenkt werden. Dass das Rentier Rudolph eine rote Nase hat, scheint der regen Fantasie eines Dichters entsprungen zu sein. Allerdings haben niederländische und norwegische Forscher bereits 2012 durch vergleichende Untersuchungen der Nasen von fünf Menschen und zwei Rentieren mit Hilfe eines Video-Mikroskops eine wissenschaftliche Erklärung für das Phänomen gefunden. Sie stellten fest, dass Rentiere ein Viertel mehr Blutäderchen in ihren Nasen haben als Menschen. Diese transportieren Sauerstoff und helfen bei der Kontrolle der tierischen Körpertemperatur. Diese Erkenntnis bestätigten auch Infrarotaufnahmen von Rentieren, die sich körperlich anstrengten.

5. Mythos:
Schnee und Weihnachten gehören einfach zusammen

Genauso wie Familie, Weihnachtsbaum und Santa Claus gehört auch Schnee für die meisten zu Weihnachten - eine Regel ist das statistisch betrachtet allerdings nicht. Dass es früher öfters geschneit hat als heute stimmt ebenfalls nicht, auch wenn es sich so anfühlt. Das ergab jedenfalls eine Auswertung von "Wetter.com". Das Online-Portal hat für zahlreiche deutsche Städte die Zeiträume von 1951 bis 1980 und 1981 bis 2010 miteinander verglichen.

(Quelle: de.statista.com)