Nachbericht | Kölner Studierendenwerk | 12.01.2018

FAQs Mensa Preiserhöhung

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Eure Fragen, Unsere Antworten:

 

Wer hat die selektive Preiserhöhung entschieden? Entspricht die Preiserhöhung den gesamten Produktionskosten? Warum wurden nur das 2,40 Euro Gericht und die veganen Gerichte erhöht? Wie kommt es, dass die Fleischersatzprodukte sich im letzten Jahr stärker verteuert haben, obwohl sie gar nicht so häufig in den angebotenen Gerichten enthalten sind?

Zunächst einmal vielen Dank für eure Beiträge zur Mensa Preisangleichung. Weil uns viele Fragen erreicht haben, gehen wir gerne genauer auf die Hintergründe ein.


1. Wer hat die selektive Preiserhöhung entschieden?

Da die Mensa ein wichtiges Thema ist, was uns alle betrifft, wurden die Umsatzmöglichkeiten im Verwaltungsrat des Werks, der auch mit Studierenden besetzt ist,  ausführlich diskutiert. Der Beschluss wurde auf Grundlage dieser intensiven Auseinandersetzung gefasst. Als passendste Lösung wurde die Erhöhung des ehemaligen 2,40 Euro- Gerichtes und der veganen Gerichte beschlossen.


2. Warum wurden nur das 2,40 Euro- und die veganen Gerichte erhöht?

Unser Ziel ist, dass die Preise des günstigsten Gerichtes von 1,80 Euro und des vegetarischen Gerichtes unangetastet bleiben. Die Entscheidung bezieht sich auf die beiden Menüs, bei denen die Produktionskosten nachweislich am stärksten gestiegen sind. Bei der Auswahl wurde ebenfalls berücksichtigt dass das Gericht möglichst in allen Mensen angeboten wird.


3. Entspricht die Preiserhöhung dem Anstieg der gesamten Produktionskosten?

Die Preise für die beiden Gerichte wurden im Zeitraum von vier Jahren um 0,20 Cent erhöht. Ihr habt recht, dass die Preise für die beiden Gerichte, die 25% unseres Mensaangebots ausmachen, um 8,5% gestiegen sind. Das bedeutet eine durchschnittliche Steigerung von 2% pro Jahr und liegt damit schon unter der 2,7%igen Lebensmittelkostensteigerung 2017. Damit haben wir nur einen Faktor exemplarisch angeführt. Die gestiegenen Lohn- und Energiekosten, die ebenfalls zum Anstieg der Produktionskosten beitragen, sind noch nicht berücksichtigt.


4. Wie kommt es, dass die Fleischersatzprodukte für veganes Essen sich im letzten Jahr stärker versteuert haben, obwohl sie gar nicht so häufig in den angebotenen Gerichten enthalten sind?

Der Begriff Fleischersatzprodukte ist häufig irreführend. Gemeint sind Ersatzprodukte für Fleisch, natürlich auch für alle milchhaltigen Zutaten – nicht nur Soja und Seitan, was oft mit veganen Ersatzprodukten assoziiert wird. Häufig sind vegetarische Soßen mit Sahne, Milchprodukten, Bindemittel versetzt, die nicht vegan sind. Vegetarisches Pesto ist z.B. deutlich günstiger als veganes Pesto im Einkauf, da besondere Bindemittel genutzt werden, was zu höheren Kosten führt.

Vielen Dank für euer Interesse an dem Thema. Alles in allem ist die Preiserhöhung eine Mischkalkulation, bei der wir versucht haben, möglichst gerecht zu handeln.
Falls ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr euch gerne an uns wenden.

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