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Warum hat der Adventskalender 24 Türchen?
Eine kleine Geschichte des Adventskalenders

Den Adventskalender, so wie wir ihn heute kennen, erfindet gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine schwäbische Pastorenfrau namens Selma Lang. Um ihrem Sohn die lange Zeit des Wartens bis Weihnachten zu verkürzen bastelt sie den ersten Adventskalender mit süßem Gebäck.

Ihr Sohn Gerhard ist von der Idee seiner Mutter so beeindruckt, dass er als Erwachsener Adventskalender professionell herstellt. Und so erscheint um das Jahr 1904 herum sein erster gedruckter Kalender – sozusagen der Ur-Adventskalender. Für jeden Tag gibt es etwas zum Lesen, Ausschneiden und Aufkleben. Als Mitbesitzer einer Druckerei produziert Gerhard Lang über dreißig Jahre lang Adventskalender. Die Schokolade kommt allerdings erst um 1925 hinter die Türchen.

 

Aber warum hat ein Adventskalender ausgerechnet vierundzwanzig Türchen, obwohl die Adventszeit doch in jedem Jahr unterschiedlich lang ist?

Das liegt daran, dass Adventskalender sich heute am Datumskalender orientieren. Wären sie echte Adventskalender müssten sie sich nach der Länge des Advents richten, und wären so in manchen Jahren nur 22 Tage, in manchen Jahren sogar 28 Tage lang. Das wäre zwar spannend für die Kleinen, aber nicht für die Hersteller: Für die ist der 24-Tage-Kalender viel praktischer. So müssen sie ihre Kalender nicht jedes Jahr neu entwerfen und drucken.

 

 


aus: Weihnachtswissen mit Ranga Yogeshwar
Skript zur wdr-Sendereihe Quarks & Co

Zuletzt aktualisiert am 28.11.2011