Start Up

der frühe Vogel… /
good morning kick /
auf die Plätze, fertig, los!
Komm doch auch zum Startpunkt:
lege deine Strecke fest und bestimme dein Tagesziel: Montag bis Freitag 8:30 bis 8:45 Uhr
Treffen im Gruppenraum der BKSA, Luxemburger Str. 181-183
Lernverabredungen treffen, Aufgaben konkretisieren, Lernort bestimmen, loslegen!

sorry, there is no english translation yet

Lernletter September 2010

 
 
Themenreihe: Gedächtnisstrategien
Alle Menschen haben ein ähnlich leistungsfähiges Gedächtnis. Sie nutzen es aber unterschiedlich gut. Der wesentliche Unterschied besteht darin, wie gut Sie Ihr Langzeitgedächtnis bestücken. Dabei sollte man sich nicht nur darauf verlassen, dass das Gedächtnis schon irgendwie funktionieren wird, sondern wichtige Dinge durch die folgenden Strategien aktiv einspeichern.
 

1. Notizen machen bzw. Merkhilfen heranziehen

Vielen Menschen hilft es sehr, einen Notizblock oder Taschenkalender mit sich zu führen und wichtige Termine und anderes direkt zu notieren. Auch bei der Planung von Aufgaben des Tages ist es hilfreich, dies zu notieren, um sie auch bei längerfristiger Planung nicht zu vergessen (z. B. sogenannte To-do-Listen). Dies entlastet zudem das Kurzzeitgedächtnis und es bleibt mehr Kapazität für die aktuell zu bearbeitenden Aufgaben.

 

2. Assoziationen bilden oder bildhafte Vorstellungen entwickeln

Manche Menschen können sich Dinge über die Bildung von Assoziationen (z. B. "Eselsbrücken") oder bildhafte Vorstellungen viel besser merken. So kann man sich z. B. eine Person als Bild vorstellen und so eine bildhafte Verknüpfung zum Namen finden.
Für das einfachere Behalten von Lerninhalten können Grafiken, Schemata, Metapläne, Flussdiagramme etc. zur Veranschaulichung genutzt werden.
 

3. Neue Informationen mit bereits Bekanntem verbinden

Wenn neue Informationen mit bereits bekannten Dingen verknüpft werden, ist ihre Aufnahme ins Langzeitgedächtnis wahrscheinlicher. Für die Verknüpfung müssen die bekannten Elemente aus dem Langzeitgedächtnis erst im Arbeitsgedächtnis aktiviert werden, das heißt, man erinnert sich daran, was man zu dem Thema schon oder noch weiß. Werden die neuen Informationen dann strukturiert bearbeitet, gehen diese leichter ins Langzeitgedächtnis über. So kann man bspw. bei einer Prüfungsvorbereitung den Lernstoff des letzten Lerntages zunächst kurz wiederholen, bevor man im nächsten Schritt weitere Informationen erarbeitet.
 

4. Informationen ordnen / Informationen zu Einheiten zusammenstellen

Es entlastet das Arbeitsgedächtnis, wenn man Informationen ordnet und zu Einheiten zusammenstellt. Diese Einheiten werden von dem Arbeitsgedächtnis ähnlich behandelt wie einzelne Informationen, so dass auf diese Weise mehr Information ins Arbeitsgedächtnis "passt" und gleichzeitig mehr bearbeitet werden kann. Hier können Strukturkarten, Metapläne, Übersichtstabellen, Schlagwortsammlungen mit Unterbegriffen etc. hilfreich sein.
 

5. Informationen wiederholen

Die wiederholte Beschäftigung mit Informationen erleichtert ihren Übergang in das Langzeitgedächtnis. Als Strategie kann man dies bspw. bei dem Merken von Vokabeln, Telefonnummern, Fachbegriffen etc. anwenden. Denkbar wären hier auch assoziative Methoden (siehe Punkt 2).
 

6. Metagedächtnis einsetzen

Wir können unsere Gedächtnisvorgänge bewusst steuern und im Gedächtnis an den Stellen nach etwas "suchen", wo wir Informationen darüber vermuten. Wenn man bspw. den Wohnungsschlüssel verlegt hat, weiß man zunächst nicht, wo er sein könnte. Man geht deshalb den Weg gedanklich zurück (z. B. "Heute Vormittag bin ich mit Holger aus der Wohnung gegangen. Ich erinnere mich aber daran, dass ich die Wohnung abschloss. Dann bin ich zum Einkaufen gegangen. Ich hatte meine dunkelblaue Jacke an .").
 
Beim Lernen können mehrere der vorgestellten Gedächtnisstrategien gut miteinander kombiniert und abgewechselt werden. Grundsätzlich hilft jede Wiederholung, sich etwas besser merken zu können. Wenn eine Lernzeit regelmäßig Wiederholungs- und Erinnerungsphasen enthält, Sie sich visuelle Veranschaulichungen erstellen, die gut strukturiert sind, haben Sie eine sehr gute Grundlage für gründliches und anhaltendes Wissen.
 
Versuchen Sie es doch einmal und probieren Sie Verschiedenes aus: unsere Arbeits- und Erfolgsstrategien können sehr unterschiedlich sein und Experimente sind durchaus erwünscht.
 
(zugrundeliegende Literatur: Minsel, W.-R. & Lauth, G.W. (2009). ADHS bei Erwachsenen. Diagnostik und Behandlung von Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung. Hogrefe .)
 
 
 

Last Updated on Wednesday, 14 November 2012 11:24