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Lernletter 09/09

 

 

Themenreihe: Tipps und Tricks bei Schreibblockaden

Motivation beim Schreiben

 

Ich arbeite, weil ich mich schon auf die Pause freue (J.Scharnau)

 

Ein besonders sensibler Punkt im Arbeitsprozess ist die eigene Motivation beim Schreiben. Davon hängt auch häufig ab, ob wir uns richtig auf die Arbeit konzentrieren können. Besonders bei längeren Arbeiten wie Diplom- und Masterarbeiten, vor allem auch bei Dissertationen, braucht man eine solide Motivation. Das Zertifikat, das am Schluss winkt, gibt einem kaum das nötige Durchhaltevermögen. Deshalb sollten Sie bei der Wahl des Themas unbedingt darauf achten, dass Sie es spannend finden und dass sich die ganze Untersuchung Ihrer Meinung nach auch lohnt. Das Thema sollte nach Möglichkeit einen Bezug zu Ihren sonstigen Interessen haben, allerdings sollte es nicht aus sehr persönlichen Erfahrungen hervorgegangen sein.

 

Wenn Sie an einer längeren Arbeit sitzen, sollten Sie hin und wieder etwas Abstand gewinnen und sich bewusst machen, was Sie an dem Thema immer noch reizt. Falls Sie bereits tiefer in das Thema eingedrungen sind und die Herausforderung, die mit jedem Thema verbunden ist, angenommen haben, werden Sie schnell feststellen, dass das Ganze trotz gelegentlichen Frusts ihre Neugier und Entdeckerfreude anstachelt. Sollten Sie stärkere Unlust verspüren, die sich über längere Zeit hinzieht, dann fangen Sie an, regelmäßig — vielleicht sogar jeden Tag — über Ihre Widerstände und Frustrationen zu schreiben, bevor Sie mit Ihrem Schreibpensum beginnen. Allmählich ergibt sich daraus ein Bild, das Ihnen ziemlich genau zeigt, was Ihnen die Lust am Schreiben nimmt. Kennen Sie erst einmal die Ursachen, lässt sich auch etwas dagegen machen.

 

Vielleicht stellt sich aber auch heraus, dass es gar nicht das Schreiben selbst ist, das Ihnen Schwierigkeiten bereitet, sondern dass es um völlig andere Dinge geht. Dann ist es an Ihnen, sich diesen Problemen zu stellen und ihnen nicht länger aus dem Weg zu gehen. Wenn Sie diese Probleme nicht anpacken, besteht die Gefahr, dass sie Ihnen auch weiterhin beim Schreiben in die Quere kommen.

Vielleicht überschätzen Sie manchmal auch einfach Ihr Durchhaltevermögen? Vielleicht sollten Sie sich öfter einmal eine Pause gönnen und zufrieden auf das schon Erreichte blicken?

Vielleicht räumen Sie der Arbeit auch zuwenig Platz in Ihrem Tagesablauf ein? Vielleicht wollen Sie in zu kurzer Zeit — und möglicherweise noch unter widrigen Umständen — zu viel auf einmal erledigen? Überprüfen Sie Ihre Arbeitsbedingungen und Ihr Arbeitsumfeld. Und vergessen Sie nicht, sich für jedes gelungene Kapitel zu belohnen!

Oft sinkt unsere Motivation auch, wenn wir einen Berg an Arbeit bewältigen müssen, der schwer zu überschauen ist. Dagegen helfen kleine überschaubare „Arbeitsaufträge“, die Sie sich selbst erteilen. Unterteilen Sie die vor Ihnen liegende Arbeit in sinnvolle Einheiten von jeweils einigen Stunden oder Tagen. Auf diese Weise behalten Sie die Kontrolle über Ihren Arbeitsprozess, können Ihre Erfolge bilanzieren und Fehlplanungen frühzeitig korrigieren.

Sollten Sie über längere Zeit hinweg nur wenig Schreibmotivation aufbringen, dann erinnern Sie sich an Zeiten, in denen es Ihnen leicht fiel zu schreiben oder in denen Sie sich zumindest weniger blockiert fühlten: Unter welchen konkreten Bedingungen haben Sie damals geschrieben? Was ist heute anders? Versuchen Sie herauszufinden, was Ihnen ganz persönlich beim Schreiben gut tut!

Vielleicht fällt Ihnen das Schreiben in einer Gruppe leichter?

Vielleicht brauchen Sie jemanden, der Ihnen einen ganz konkreten Arbeitsauftrag gibt?

Vielleicht hilft Ihnen auch ein wenig wohldosierter Stress, um in Schreibstimmung zukommen?

 

Finden Sie heraus, welcher „Schreibtyp“ Sie sind. Es lohnt sich!

 

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Last Updated on Wednesday, 14 November 2012 10:44