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Eröffnung des Info-Café-International (ICI)

Putzen die Deutschen zu laut die Nase, halten die Russen es für intim und peinlich. Ein vornehmer Chinese schmatzt laut vor seinem Teller, in Europa wäre es kein Lob für eine Köchin und in Russland laut einer geläufigen Bauernregel ist es verpönt. Um unterschiedliche Kulturen einander näher zu bringen, hat das Kölner Studierendenwerk im Juni das Info-Café-International (ICI) eröffnet. Bei den 6.711 Ausländern aus 131 Nationen an der Universität zu Köln und 1.123 Ausländern aus 136 Nationen an der Technischen Hochschule ist diese Idee auf jeden Fall nahe liegend gewesen.

Noch vor der Eröffnung des Info-Café-International hatten die ausländischen Studierenden sich neugierig die Bauarbeiten in der UniMensa angesehen und sich gefragt, was da wohl stattfinden würde. Viele von ihnen berichteten von ihren negativen Erfahrungen mit den Einrichtungen, auf die sie als Ausländer angewiesen sind. Wenn sie auch Mensen und Jobbörsen einmündig lobten, so beklagten sie sich vor allem über lange Warteschlangen. Somit sah man der Idee einer Beratungsstelle, wo Vertreter mehrerer Einrichtungen und Behörden als Ansprechpartner vor Ort sind, mit Hoffnung entgegen. Das Kölner Studierendenwerk hat nun ca. 250.000 Euro in den Bau des ICI investiert. Den Kulturteil des ICI-Angebotes, wie etwa Länderabende, Ausstellungen und Cross-Culture-Club, unterstützt finanziell der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD).

Am 29. Juni 2004 fand nun die Eröffnung statt, die sich bunt, betriebsam und fröhlich gestaltete. Eingeläutet wurde die Feier mit dem Auftritt des Chores "Vozes do Brasil" des Portugiesisch-Brasilianischen Instituts der Universität zu Köln. Zudem hatten die Gäste die Gelegenheit, sich das neue Café anzuschauen, und die Beraterinnen an der Theke nahmen zum ersten Mal ihre Arbeit auf. Die Begrüßung und die erste Rede hielt Dr. Peter Schink, Geschäftsführer des Kölner Studierendenwerks, der über die Erfahrungen einer ähnlichen Einrichtung in Heidelberg berichtete. Das hiesige ICI ist jedoch speziell auf die Verhältnisse in Köln zugeschnitten: So ist zum Beispiel der Cross-Culture-Club des ICI Köln ein absolutes Novum. Im Anschluss an die Ansprache legte jede der Institutionen, die an dem Projekt mitarbeiten, je einen Baustein auf das Fundament des Kölner Studierendenwerks, damit das bildhaft dargestellte Haus des ICI weiter ausgebaut würde. Anschließend folgten die Reden von Renate Canisius, Bürgermeisterin der Stadt Köln, und von Prof. Tassilo Küpper, Rektor der Universität zu Köln. Natürlich kam auch Frau Ruth Schamlott, Referat für Kultur und Internationales, zu Wort, um ihr Kulturprojekt im ICI selbst vorzustellen. Ihren besonderen Dank sprach sie dabei den Mitgliedern des Runden Tisches für das Ausländerstudium aus, die eine zentrale Rolle beim Aufbau des Projekts spielten. Den kulturellen Teil des Programms vollendete eine Szene aus dem Theaterstück "Zuhause", dargestellt von Ulrike Schwab aus dem Ensemble des Schauspiels Köln.

Besonders erfreulich ist das große Interesse und der Beistand, und dass so viele Menschen das Projekt unterstützen und daran teilnehmen möchten. Noch in derselben Woche fand im ICI eine weitere internationale Veranstaltung statt. Das autonome Ausländerreferat organisierte eine internationale Party mit drei Musikbands aus verschiedenen Ländern. Das kulturelle Programm im ICI startet im Wintersemester. Zur Zeit ist es an der Beratungstheke im ICI noch relativ ruhig, aber zu Beginn des Semesters rechnet man mit einem Studentenansturm.

Unsere Partner sind: Ausländerbehörde der Stadt Köln, Akademische Auslandsämter, ASten und Hochschulgemeinden (KHG und EHG) der Kölner Hochschulen, Studienkollegs und Schauspiel Köln.

Elena Gurskaya
Tutorin für Kultur und Internationales

Last Updated on Friday, 25 September 2015 09:31