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<Dezember 2007>
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Lernletter 07/05

“Die meisten Akademiker wissen, wie man etwas auseinander nimmt, aber nicht, wie man es wieder zusammenfügt“ (Julia Cameron, amerikanische Drehbuchautorin)

Im letzten Lernletter haben Sie erfahren, wie Sie Forschungsliteratur effizient lesen. Heute sehen wir uns Strategien an, wie Sie die wichtigsten Aussagen aus der Forschungsliteratur weiter verarbeiten und so aus „auseinander genommenen“ Texten ein neues Ganzes herstellen.

Forschungsliteratur exzerpieren  –  wie mache ich das am besten?

Nachdem Sie ein Kapitel mit dem Bleistift in der Hand durchgearbeitet haben, lesen Sie die markierten Textstellen noch einmal durch. Versuchen Sie, Abschnitte mit ähnlichen Themen unter jeweils einer Frage zusammenzufassen. Auch die Antworten auf diese Fragen konzentrieren Sie in ein oder zwei Kernaussagen. Halten Sie das Gelesene immer in eigenen Formulierungen fest. Nur so können Sie sicher gehen, dass Sie es auch verstanden haben.

Während des Exzerpierens sollten Sie bereits überlegen, an welcher Stelle Ihrer Arbeit Sie das Gelesene verwenden könnten. Ordnen Sie die Exzerpte schon den möglichen Kapiteln Ihrer Arbeit zu. Das spart viel Zeit und Mühe. Einfach und praktikabel ist es, in Papierform oder im PC einen Ordner für jedes Kapitel der geplanten Arbeit anzulegen. Jedes Exzerpt wird sofort dem Kapitel zugeordnet, in dem es voraussichtlich gebraucht wird. Versehen Sie Ihr Exzerpt mit einem kurzen Hinweis auf die Quelle, aus der es stammt, damit Sie schwierige Zusammenhänge, wenn nötig, jederzeit noch einmal nachschlagen können. Wenn Sie noch gar keine vorläufige Gliederung haben, ordnen Sie die Exzerpte vorläufig nach den Unterfragen, die Sie zu der zentralen Frage Ihrer Arbeit gebildet haben (im 6. Lernletter haben wir dargestellt, wie wichtig es ist, für jede Arbeit eine zentrale Frage zu finden). 

Wenn Sie später daran gehen, Ihre erste Textfassung zu schreiben, haben Sie schon das gesamte Material griffbereit. Wenn Sie Ihre Exzerpte in den PC eingetippt haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sie auszudrucken. Breiten Sie das Material zu jeweils einem Kapitel (oder Unterpunkt) vor sich aus und legen Sie fest, welche Aussagen, Behauptungen, Informationen Sie tatsächlich aus der Forschungsliteratur in Ihre eigene Arbeit übernehmen wollen. Dann formulieren Sie zu  jeder Aussage einen Satz. Wenn Sie nun, sagen wir, vier oder fünf Sätze formuliert haben, legen Sie eine logische Reihenfolge für diese Aussagen fest. In dieser Reihenfolge tippen Sie Ihre Behauptungen in ein neues Dokument ein, das  den Titel Ihres geplanten Kapitels trägt. Jetzt vergrößern Sie einfach die Zwischenräume zwischen den Aussagen – und schon haben Sie ein Skelett für Ihr Kapitel! Sie müssen jetzt „nur“ noch die Zwischenräume füllen, indem Sie die Behauptungen erläutern, sie eventuell diskutieren, Beispiele einfügen und zur nächsten Behauptung überleiten.

Lesen Sie im nächsten Lernletter.
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Zuletzt aktualisiert am 13.11.2012