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Lernletter 11/04

“Ordnung ist das halbe Leben! – Aber die andere Hälfte ist viel schöner...“ 

Neben den Ablenkungen, über die wir im  letzten Lernletter sprachen, lauert in den eigenen vier Wänden noch eine andere Gefahr, die ein konzentriertes Arbeiten erschweren kann und die etwas mit Ihrer persönlichen Psycho-Hygiene zu tun hat:
Die wenigsten Studierenden verfügen über den Luxus eines eigenständigen, abgetrennten Arbeitszimmers oder wenigstens Arbeitsbereichs. Oft spielt sich das gesamte Leben auf wenigen Quadratmetern ab: wohnen, schlafen, essen, Freunde treffen, Musik hören – und eben auch „arbeiten“. Ganz verheerend wirkt es sich aus, wenn das Möbel „Schreibtisch“ auch noch andere Funktionen übernimmt: als Esstisch, Couchtisch, Bügeltisch, Werkbank und Ablagefläche für allen möglichen Krimskrams. Dies ist kein Ausdruck von Schlampigkeit, sondern i.d.R. schlicht räumliche Enge, die ein Mehr an Separierung nicht erlaubt. Die Folge ist leicht auszumalen: in diesen Verhältnissen können viele kaum konzentriert arbeiten oder anschließend entspannt abschalten ohne schlechtes Gewissen, selbst wenn es ihnen gelingt, die im letzten Lernletter beschriebenen Ablenker zu eliminieren. Die einzelnen Lebensbereiche sind einfach zu sehr miteinander verwoben, der eine lässt den anderen nicht in Ruhe. Sogar Schlafstörungen können so entstehen. Denn was für den Blick auf den Fernseher vom Schreibtisch aus gilt, das gilt auch, wenn man vom Bett aus die Bücher im Blick hat! 

Was bedeutet das für die Gestaltung Ihrer Arbeitssituation? 

Das Zauberwort heißt: Trennung!

¨      Suchen Sie sich einen Arbeitsplatz, der nicht zu Hause ist: UB, Seminarbibliothek, ein leerstehender oder nicht genutzter Raum bei Verwandten oder Bekannten – alles ist besser als der Schreibtisch zu Hause.

¨      Sie verlassen morgens das Haus und gehen zu Ihrem Arbeitsplatz – wie ein Arbeitnehmer. Wir nennen das „Jobmentalität“.

¨      Sie gehen abends nach Hause und haben „Feierabend“, d.h. sie können sich in Ihrem Zimmer wieder ohne schlechtes Gewissen allen anderen Dingen widmen.

¨      Sie sind dadurch gezwungen, sich über Ihre Arbeitspensen genauere Gedanken zu machen, da Sie die entsprechenden Unterlagen und Materialien ja zusammenstellen und mitnehmen müssen, am besten schon am Vorabend.

¨      Ihr Zuhause wird atmosphärisch befreit von den Lasten gerade solcher Arbeit, die, wie in Prüfungszeiten, auch eine gewisse Nervosität mit sich bringt. Sie können es wieder mehr genießen, zuhause zu sein. 

Was, wenn Sie am Computer arbeiten müssen und kein Laptop haben? 

Dies ist ein häufiger Einwand gegen das Arbeiten außer Haus. Prüfen Sie zunächst, ob Ihr „Nettoergebnis“ nicht doch höher liegt, wenn sie an den Vormittagen außer Haus per Hand Stichworte vorschreiben, die Sie dann am Nachmittag zuhause ins Reine schreiben.

Führen Sie zuhause trennungsinduzierende Rituale ein: 

¨      Nach dem Aufstehen das Bett machen und mit einer Tagesdecke versehen. Sie verlassen damit symbolisch den „Schlafraum“.

¨      Nicht im Schlafanzug oder „gemütlichen Klamotten“ an den Schreibtisch setzen, sondern sich so anziehen, als wollten Sie das Haus verlassen.

¨      Bestimmte Kleidungsstücke als „Dienstkleidung“ definieren: eine bestimmte Jacke oder Weste anziehen und damit den Beginn der Arbeit markieren.

¨      Den Arbeitsbereich mit einer Art Paravent für die Dauer der Arbeit vom übrigen Raum  trennen. 

Suchen Sie nach weiteren eigenen Trennungsmarkierungen:
„Auch im Praktischen ist Originalität unerlässlich; sonst passt, was man tut, nicht zu dem, was man ist.“ (Arthur Schopenhauer). 

Damit geht vorläufig die Reihe von Tipps zum Lernen und Arbeiten zu Ende.
Im nächsten Lernletter beginnen wir mit einer Reihe von Tipps rund um das Thema „Schreiben“.
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Last Updated on Tuesday, 13 November 2012 16:13