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der frühe Vogel… /
good morning kick /
auf die Plätze, fertig, los!
Komm doch auch zum Startpunkt:
lege deine Strecke fest und bestimme dein Tagesziel: Montag bis Freitag 8:30 bis 8:45 Uhr
Treffen im Gruppenraum der BKSA, Luxemburger Str. 181-183
Lernverabredungen treffen, Aufgaben konkretisieren, Lernort bestimmen, loslegen!

Lernletter 04/04


Der aktuelle Lerntipp
„Der Tag hat 24 Stunden! – Und wenn das nicht reicht, nehmen wir noch die Nacht dazu!“ (Unteroffizier zur Truppe)
Der gute Mann, der so zu seinen Untergebenen spricht, unterliegt – wie viele „Chefs“ übrigens – einem fundamentalen Irrtum: eine längere Arbeitszeit sei direkt-proportional zu einer Erhöhung der Produktivität.Bei der Gestaltung Ihres Studienalltags sind Sie Ihr eigener Chef, Ihre eigene Cheffin, und höchst wahrscheinlich auch schon einmal auf diese populistische Gleichung hereingefallen. Dahinter steckt die Vorstellung vom Menschen als einer Maschine mit linearem Leistungsverlauf: je länger die Laufzeit, desto größer der Ausstoß. Der Mensch ist jedoch ein selbstgesteuertes biologisches System, dessen Leistungsfähigkeit rückgekoppelt ist auf Faktoren wie Ermüdung, Motivation , Zielsetzung etc. Hierzu gibt es bereits aus den 30er Jahren, und später verstärkt aus den 60ern, interessante Untersuchungen des Arbeitsphysiologen Otto Graf. Er beobachtete u.a. Arbeiter am Fließband während eines 8, 9 oder 10-Stunden-Tages. Er stellte dabei fest, dass das „Mehr“ an Produktivität nach der 8. Arbeitsstunde in keiner vernünftigen Relation zum Zeitaufwand mehr stand, ja teilweise sogar auf den ganzen Tag gesehen nach 10 Stunden nicht wesentlich größer war, als nach 8 Stunden. Dagegen häuften sich Fehlerquote und Unfallrisiko. Die Arbeiter steuerten offenbar ihren Kräfteeinsatz vorausschauend anders, wenn sie von einem längeren Arbeitstag ausgingen, d.h. sie hielten relativ unabhängig von der Länge ihrer Präsenzzeit eine gewisse Tagesgesamtleistung ein.

Was bedeutet dies ganz praktisch für Ihren Studienalltag?

  • Planen Sie einen Arbeitstag (= Lerntag) nicht über mehr als max. 8 Stunden zuzgl. Mittagspause hinaus.
  • Setzen Sie Ihrem Arbeitstag einen eindeutigen Anfangspunkt und einen ebenso eindeutigen Endpunkt.
  • Lassen Sie nicht das Ende offen (nach dem Motto: „...mal schauen, wie weit ich heute komme...“). Sie laufen Gefahr, sich selbst etwas in die Tasche zu schummeln und die ersten Stunden nicht so effizient zu nutzen, wie sie es tun würden, wenn Ihr „Feierabend“ eindeutig fest stünde!
  • Beherzigen Sie bei der Arbeitstagesplanung die Ausführungen zur Leistungskurve aus dem letzten Newsletter

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Zuletzt aktualisiert am 13.11.2012