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Lernletter 12/07

 
Lernen und Gedächtnis: Die Informationsverarbeitung (Mindmapping)
 
Die ersten zwei Beiträge der Reihe "Lernen und Gedächtnis" thematisieren die gezielte Informationsaufnahme durch den Besuch von Lehrveranstaltungen. In diesem Lernletter geht es um die Verankerung der gewonnenen Informationen im Gedächtnis und in diesem Zusammenhang möchten wir Ihnen die Lernstrategie "Mindmapping" vorstellen.
 
In einer Prüfung wird von Ihnen verlangt, dass Sie das Gelernte selbstständig wiedergeben und auch erörtern, in einen größeren Zusammenhang einordnen, kritisch beleuchten und auf neue Situationen und Aufgaben anwenden können. Das setzt voraus, dass Sie den Stoff so gut be- und verarbeiten, dass er sich fest in Ihrem Gedächtnis verankern kann und leicht abrufbar ist. Sinnvoll strukturierte und zusätzlich noch visualisierte Informationen unterstützen das Verstehen und bleiben im Gedächtnis besonders gut haften.
 
Was ist ein Mindmap?
 
Ein Mindmap ist ein Strukturierungsmodell, mit dessen Hilfe Lernstoff - insbesondere komplexe Zusammenhänge - komprimiert und übersichtlich dargestellt werden kann.
 
Was ist das Besondere an einem Mindmap?
 
Ein Mindmap bietet die Möglichkeit, den Lernstoff so gut zu strukturieren, dass er sich leicht verankern lässt. Voraussetzung ist, dass Sie Wichtiges von Unwichtigem oder Untergeordnetem unterscheiden, sich auf die wesentlichen Informationen beschränken und diese thematisch sortieren und zueinander in Beziehung setzen. Nach einiger Zeit kann man das Mindmap als Bild vor dem inneren Auge abrufen. Das Entwerfen eines Mindmaps ist besonders empfehlenswert, wenn viele Informationen zusammengetragen werden sollen.
 
Wie wird ein Mindmap entworfen?
 
Die Struktur eines Mindmaps ist vergleichbar mit der Struktur eines Baumes.
  • Ein Thema, eine zentrale Frage oder ein Problem wird in die Mitte eines möglichst großen Blattes geschrieben (der Baumstamm).
  • Von diesem Zentrum breiten sich die zentralen Gliederungskategorien - wie die Hauptäste eines Baumes - in alle Richtungen aus. Diese Kategorien sind die Hauptargumente oder die zentralen Ideen des zugrunde liegenden Textes oder Themas. Die Kategoriebenennungen müssen auf einer Abstraktionsebene liegen.
  • Die Gliederungskategorien dienen als Abrufhilfen für die Informationen, die sich hinter dem Namen der jeweiligen Gliederungskategorie verbergen. Der Kategoriename dient somit als Hinweis, in welchem Bereich des Speichersystems gesucht werden sollte. Prägen Sie sich deshalb zunächst die Gliederungskategorien ein. Wählen Sie als Gliederungskategorien möglichst Schlüsselwörter, da sich diese besser einprägen als ganze Sätze.
  • Diesen Gliederungskategorien - den Hauptästen - lassen sich die anderen Ideen und Folgerungen des Textes oder Themas zuordnen. Bildlich gesehen sind es die Verzweigungen des Baumes, die dünneren Äste. Sie werden durch Striche mit den Gliederungskategorien verbunden.
 
Wie lernt man mit Hilfe eines Mindmaps?
 
  • Lesen Sie das Mindmap von innen nach außen.
  • Prägen Sie sich zunächst die Gliederungskategorien ein und lernen Sie dann die dazugehörigen Informationen.
  • Stellen Sie sich zentrale Fragen zum Mindmap.
  • Beschreiben Sie das Mindmap laut.
  • Hängen Sie es an die Wand.
 
Was sollte man noch beachten?
 
Ein Mindmap kann immer wieder verändert oder ergänzt werden, z.B. können Sie neue Kategorien ausprobieren. Mit jeder veränderten Organisation der Ideen wird der Lernstoff ein weiteres Mal durchdacht und im Gedächtnis verankert. Ein Mindmap kann sich auf einen Text oder auch auf mehrere Texte zu einem Thema beziehen. Die besondere Bedeutung bestimmter Gliederungskategorien und Ideen können Sie durch eine mehrfarbige Gestaltung, Hinzufügen von Symbolen und einer unterschiedlichen Breite der Linien hervorheben.
 
Versuchen Sie nun einmal ein Mindmap zu entwerfen, welches den Text, den Sie im Anhang finden, komprimiert wiedergibt. Danach können Sie sich den zweiten Anhang anschauen. Dort finden Sie einen Lösungsvorschlag, d.h. die Anfänge eines Mindmaps zu dem Text im Anhang.
 
Im nächsten Lernletter erfahren Sie etwas über die Abspeicherung von Informationen, insbesondere das Wiederholen.
 
 
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Last Updated on Wednesday, 14 November 2012 10:23