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Lernletter 01/07


Prüfungsvorbereitung Teil III:

Ein „Glaubensbekenntnis“, Missverständnisse, Fehler bei der Prüfungsvorbereitung:

man werde für eine Prüfung schon lernen können,

  • wenn die Zeitnot es endlich erzwingt oder
  • wenn man durch eine Anmeldung Verbindlichkeit und entsprechenden Druck

hergestellt  hat.

Wahr ist aber:

Wer eine Prüfung ansteuert und zu denjenigen zählt, denen konzentriertes Lernen nicht vertraut ist,

der übe beizeiten die Lerndisziplin ein, deren es für eine erfolgreiche Prüfung bedarf denn:

Intellektuelle Fähigkeiten sind wie Muskeln: Ungeübt verkümmern sie.

Somit ist der Zusammenhang zwischen Zwang (ich muss lernen, es muss gehen...) und Lernerfolg ein höchst abstrakter, nichts, worauf man sich verlassen kann -  außer darauf, dass es nicht funktioniert.

Wer eine Prüfung vorbereitet,

  • verschaffe sich rechtzeitig einen Überblick über
  • die Menge und
  • den Anspruch / Schwierigkeitsgrad des zu Lernenden
und
  • räume vor diesem Hintergrund den drei Lernschritten genügend Zeit ein.

(zur Erinnerung: es sind die Phasen des Kennenlernens, Verstehenlernens und

Behaltenlernens.)

„Wenn die Zeit aber knapp geworden ist, unverschuldet oder anders?“

In diesem Falle intensiviere ich im zweiten Lernschritt (Verstehen...) die Auswahl und Gewichtung – wie sie im Grunde jeder Prüfling zu praktizieren hat.

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  • über den Inhalt – durch Weglassung, Begrenzung ( von Themenbereichen)
  • über den Verzicht auf Tiefe, Breite und Einzelheiten (ein Buch, ein Artikel, ein paar Kapitel usw. weniger)

Der Verzicht auf Lernzielkontrolle, vielleicht gerade aus Zeitmangel, ist immer ein großer Fehler.

Zu ihrem Zweck sollten man folgende Fragen beantworten können ( einige nur für Philologen, andere für exakte Wissenschaftler und Techniker):

Kann ich

  • ein Thema (ohne Spickzettel) gliedern?
  • mögliche Themenstellungen in ein Frageschema kleiden? Fragen mit einem gegliederten
  • Konzept beantworten?
  • einen physikalischen, ökonomischen, medizinischen Prozess beschreiben, ggf.
  • mathematisch  nachvollziehen?
  • Aufgaben, auch juristische Fälle lösen mit keinen anderen als den erlaubten Hilfsmitteln?
  • eine erforderliche Zahl von Aufgaben mit Zeitbefristung lösen? (Mediziner, Ökonomen usw.)
  • eine Theorie und Begriffe auf den Punkt bringen und somit das zentrale Anliegen eines
  • Autors und seiner Theorie?
  • Einzelfälle einer Theorie zuordnen, also induktiv, generalisierend vorgehen?
  • von einer Theorie Einzelfälle oder nachrangige Ereignisse ableiten, also deduktiv      vorgehen?
  • Versteht es ein anderer, wenn ICH das alles erkläre?

Für heute möchte der Autor, Hr. Dipl.-Psychologe Ludger Büter, es dabei bewenden lassen und verweist auf den nächsten Lernletter mit dem Thema:

  • Mündliche Prüfung: wie bereitet man sie vor?

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Last Updated on Monday, 27 March 2017 12:44