"Ein gewisser Destruktionswunsch"

 

Die Kölner Studentin Stephanie Glauber von der Kunsthochschule für Medien (KHM) ist eine von acht Preisträger(innen) des Bundespreises für Kunststudierende des Jahres 2017. Die Preisverleihung findet am 9. November, 19 Uhr in der Bundeskunsthalle statt. Unser Mitarbeiter Christopher Kohl hatte die Gelegenheit, vorab mit der 26-jährigen zu sprechen.


Kannst du kurz etwas über deinen Werdegang erzählen?

Ich habe 2012 mein Studium an der Kunsthochschule für Medien begonnen. Vorher habe ich in Friedberg bei Augsburg Abitur gemacht und anschließend ein Jahr gearbeitet.

Wie sieht ein Studium an der KHM aus?


Es gibt nur einen Studiengang an der Hochschule. Das Studium setzt sich aus verschiedenen Seminaren zusammen, die unterschiedlichen Fachbereichen zugeordnet sind, etwa Kunst, Film, Medienwissenschaften, ExMedia und -nächstes Semester neu- literarisches Schreiben. Man hat einige grundlegende Anforderungen, die man erfüllen muss, ist aber ansonsten relativ frei in seinem Stundenplan. Diesen Freiraum habe ich genutzt und war anfangs in sehr unterschiedlichen Bereichen, etwa bei der Fotografie, Animation oder im Soundbereich.
Im Laufe der Zeit kristallisierten sich dann die Bereiche heraus, die einen stärker interessieren. Die Kunsthochschule für Medien Köln hat sich neben anderen Kunsthochschulen in Deutschland für die Erhaltung eines Diplomstudienganges stark gemacht, man macht also am Ende ein Diplom.

Welche inhaltlichen Bereiche liegen im Fokus deines Studiums?

Vieles, das mit dem Internet zu tun hat, insbesondere der Bereich digitale Kommunikation, verbunden mit gesellschaftlichen Fragen.

War Köln schon immer dein Wunschort oder die KHM immer die erste Wahl für ein Studium?

Es gibt natürlich einige Kunstakademien, die neuere Medien in einer ihrer Klassen anbieten, aber diese Ausrichtung gibt es nur hier. Auch der Soundbereich, den es an der KHM gibt, interessierte mich enorm.  Ich wollte damals auch ein paar Kilometer weiter von Zuhause weg - ein ausgefeilter Plan war es aber nicht.

Planst du, von einem Beruf im Bereich der Kunst leben können?

Ja.

Gibt es einen konkreten Berufswunsch?

Den als freischaffende Künstlerin, ja. Das ist die Berufsbezeichnung. Damit meldet man sich dann bei der Künstler- und Sozialkasse an, berechnet eine Umsatzsteuer nach Berufssätzen etc.

Wie hast du von dem Wettbewerb erfahren?

Ich wusste, dass Johannes Bendzulla, damals ebenfalls Student der KHM, vor zwei Jahren ausgezeichnet wurde und auch Vera Drehbusch im Rahmen des Wettbewerbs in der Bundeskunsthalle Bonn ausgestellt hat. Ich hatte das aber nicht auf den Schirm, bis ich eine Mail erhielt, dass ich dort vorgeschlagen wurde und ein Portfolio einreichen darf.
(c) Stephanie Glauber
Welche Projekte hast du denn in dem Portfolio aufgeführt?

Das waren verschiedene Arbeiten der letzten drei Jahre: ich habe eine Ausstellung erwähnt, die sowohl visuelle, als auch auditive Elemente beinhaltete. Dazu kamen andere Ausstellungsdokumentationen, ein Buch und ein Film, den ich gemeinsam mit meinem Kommilitonen Hermes Villena gemacht habe.

Gibt es thematische Schwerpunkte deiner Werke?

Wahrscheinlich ja, auch wenn es schwer ist, alles was man darin sieht, unter einem „Thema“ zusammenzufassen. Ein Ansatz zum Beispiel: bei der eben erwähnten Ausstellung habe ich versucht, die Figur Echo aus der u.a. griechischen Mythologie mit digitaler Kommunikation zu verknüpfen. Ich bin beispielsweise beim Amazon Echo oder bei der Struktur von Chatbots auf sehr interessante Analogien gestoßen.

Oft steht am Anfang einer Arbeit bei mir auch ein gewisser Destruktionswunsch, den ich grundsätzlich sehr schnell verspüre, wenn ich das Gefühl habe, was ich zu tun habe ist fest vorherbestimmt, also eigentlich immer. Im Internet ist das oft als „Interaktion“ oder „Kommunikation“ getarnter Konsum, den man meistens gerne mitmacht. Was als Ergebnis meines häufigen 24/7-Abhängens im Internet in Kombination mit diesem Destruktionswunsch herauskommt, betitele ich dann als „künstlerische Arbeit“.

Wie sieht die Auszeichnung konkret aus? Und wie geht es für dich jetzt weiter?

Ich erfuhr vor eineinhalb Monaten davon und freute mich natürlich sehr. Alle Preisträger haben zum einen Geld zum Erstellen von Ausstellungsgegenständen bekommen, da nicht unbedingt die Sachen ausgestellt werden sollen, die eingeschickt wurden. Ausstellen dürfen wir ab November in der Bundeskunsthalle in Bonn. Zur Ausstellung wird außerdem ein Ausstellungskatalog gestaltet, das ist auch fantastisch.

Um das Thema mal ganz abrupt zu wechseln: Hast du schon einmal etwas mit dem Kölner Studierendenwerk zu tun gehabt?

Ich bin ein großer Fan von Vera, die bei uns Teil des Mensapersonals ist. Außerdem halte ich die Psycho-Soziale Beratung des Kölner Studierendenwerks für eine sehr wichtige Einrichtung, da es manchen Leuten vielleicht hilft, nicht erst zum Hausarzt gehen zu müssen, wenn sie therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Du wohnst also auch nicht in einem unserer Wohnheime?

Nein, ich habe zuerst in Ehrenfeld, dann in Kalk in WGs gewohnt, jetzt in der Innenstadt.

Hast du abschließend noch Tipps für Erstsemester an der KHM?

Ich finde es sehr gut, dass die Gruppe der Studierenden an der KHM nicht allzu homogen sind und es möglich ist, zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten als Erstsemester zu starten- direkt nach dem Abi oder auch ohne Abschluss- manche starten nach mehreren Jahren Berufserfahrung in teilweiße völlig fachfremden Jobs.  Daher werden auch sehr unterschiedliche Sachen an der KHM gesucht. Vielleicht ein praktischer Tipp: Man kann seine @khm–Email-Adresse auf ein eigenes Email Konto umleiten lassen- das ist empfehlenswert. Das Passwort für die @khm-Adresse muss man nämlich in der ersten Woche festlegen. Da ist aber eh schon so viel los –ich kenne jedenfalls niemanden, der sich das merken konnte.


Weiterführende Links:

http://www.kunst-wettbewerb.de/

https://www.khm.de/termine/news.4279.bundespreis-fuer-kunststudierende-an-stephanie-glauber/

http://www.bundeskunsthalle.de/index.html

Bei Rückfragen:

Cornelia Gerecke; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; 0221 94265-302

Zuletzt aktualisiert am 09.11.2017
 
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Studentisches Wohnen

Gesicht für #KopfBrauchtDach - CBS

#Cologne Business School

Die Präsidentin der Cologne Business School, Prof. Dr. habil. Elisabeth Fröhlich, unterstützt die Aktion Kopf braucht Dach. Das Werk bedankt sich herzlich!

 

 

 


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Organisation

Alle Mensen & Infopoint geschlossen

Fr 28.09. I Alle Mensen, Bistros und Kaffeebars sowie der Infopoint im Servicehaus sind am Freitag, den 28.09., ganztägig aufgrund der Personalversammlung des Kölner Studierendenwerks geschlossen. Ab Montag kannst du wieder wie gewohnt bei uns essen, trinken und dich zu allen Themen rund um dein Studium informieren. Danke für dein Verständis!

 

 


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Studentisches Wohnen

Aktion #KopfBrauchtDach

Mi 19.09. l Der Aktionstag Kopf braucht Dach war ein voller Erfolg! Das Werk hat drei Aktionen für Studierende veranstaltet: Das Highlight war definitiv der Flashmob am Mittwoch, 19.09.2018 um 13:00 Uhr vor der Mensa Zülpicher Straße. Zahlreiche Studierende haben sich in Umzugskartons gesetzt und somit auf die Wohnungsnot aufmerksam gemacht. Neben dem Flashmob hat das Werk auch eine Fotobox für die Studierenden an drei verschiedenen Mensen bereitgestellt. Die Studierenden erhielten einen Ausdruck mit dem Slogan „Kopf braucht Dach“ und machen sich somit für die Aktion stark.

 


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Gesicht für #KopfBrauchtDach - KHM

#Kunsthochschule für Medien

Kanzlerin Dr. Sabine Schulz unterstützt die Aktion „Kopf braucht Dach“. Das Werk bedankt sich herzlich!

 

 

 


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Gesicht für #KopfBrauchtDach - UNI

#Universität zu Köln


(v.l.n.r.) Kanzler Dr. Michael Stückrath, AStA-Vorsitzender Theodor Jost und Ina Gabriel (Ständige Vertreterin des Kanzlers) unterstützen die Aktion „Kopf braucht Dach“. Das Werk bedankt sich herzlich!

 


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Studentisches Wohnen

Gesicht für #KopfBrauchtDach - TH

#Technische Hochschule


Präsident Prof. Dr. Stefan Herzig unterstützt die Aktion „Kopf braucht Dach“. Das Werk bedankt sich herzlich!

 

 


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Gesicht für #KopfBrauchtDach - KASALLA

#Kasalla Bassist Sebi Wagner

unterstützt die Aktion „Kopf braucht Dach“ für mehr studentischen Wohnraum in der Stadt met K. Unterschreib jetzt die Petition auf www.mein-studentenwohnheim.de und sende eine klare Botschaft an die Politik.

 

 


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#Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen


Kanzler Bernward Robrecht (li. im Bild) und Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger (re. im Bild) unterstützen die Aktion „Kopf braucht Dach“.

 

 


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#Kölner Studierendenwerk AöR.

Geschäftsführer Jörg J. Schmitz unterstützt die Aktion "Kopf braucht Dach"

 

 

 

 


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Studentisches Wohnen

Gesicht für #KopfBrauchtDach - SpoHo

#Deutsche Sporthochschule Köln


(v.l.n.r.) Rektor Univ.-Prof. Dr. Heiko Strüder, AStA-Referentin für Soziales und Sozialpolitik Sophia Wirtz, AStA-Referent für Hochschulpolitik und Lehre Fynn Janne Nickels und Prorektor für Studium & Lehre Univ.-Prof. Dr. Jens Kleinert unterstützen die Aktion „Kopf braucht Dach“. Das Werk bedankt sich herzlich!

 


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Studieren in Köln

Der neue Allrounder vom Werk ist da

Das neue Studieren in Köln is da! In der aktuellen Ausgabe findest du Informationen zu allen Angeboten des Werks sowie Adressen und hilfreiche Tipps zu deinem Studium in Köln. Du kannst den Flyer downloaden oder schon bald in allen Mensen des Werks mitnehmen.  #youstudywecare #allesganzeinfach

 

 

 


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Studienfinanzierung

#howtoBAföG - Wie finanziere ich ein Auslandsstudium?

BAföG gilt auch für ein Studium in einem anderen EU-Land oder in der Schweiz. Bist du hier eingeschrieben und möchtest einen Auslandsaufenthalt  an einer Hochschule einschieben, obwohl deine Studienordnung dies nicht vorsieht, wird maximal zwei Semester länger BAföG gezahlt. Das gilt auch für ein Studium außerhalb der EU. Den Antrag auf Auslands-BAföG stellst du beim Ausländeramt.

Noch Fragen? bafoeg@kstw.de / Tel. 0221 942 65-0 / Universitätsstraße 16 - Offene Sprechstunde: Di und Do 9:00 – 12:30 Uhr und nach Vereinbarung


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Studienfinanzierung

#howtoBAföG - Was muss ich für meine Förderung tun?

Nach dem vierten Studiensemester musst du einen Leistungsnachweis erbringen, um weiter BAföG zu bekommen. Dieser soll belegen, dass du ordnungsgemäß und aktiv studierst. Wie viele Leistungspunkte du nachweisen musst, erfährst du bei deinem zuständigen Prüfungsamt. Dieses stellt dir eine persönliche Leistungsübersicht aus, die du dann deinem nächsten BAföG-Antrag beifügst.

Noch Fragen? bafoeg@kstw.de / Tel. 0221 942 65-0 / Universitätsstraße 16 - Offene Sprechstunde: Di und Do 9:00 – 12:30 Uhr und nach Vereinbarung #allesganzeinfach #moneymonday


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Zimmer zu vergeben?

... dann nutzen Sie die Zimmerbörse des Kölner Studierendenwerks! Je näher das Wintersemester rückt, desto schwieriger wird die Wohnungssuche für die Studierenden. Ob langfristig oder nur vorübergehend – jedes Angebot ist willkommen! Ein guter Start ins Studium ist die halbe Miete.

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Kultur & Internationales

Rathausempfang / Welcome Reception

Fr 05.10. I Henriette Reker, Mayor of Cologne, invites all newly enrolled international students and scholars to a reception at the City Hall. Before the reception you have the chance to participate in a guided city tour sponsered by various universities in Cologne and the Kölner Studierendenwerk. // Die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, lädt alle neu immatrikulierten ausländischen Studierenden und Gastwissenschaftler*innen zu einem Empfang ins Rathaus ein. Erleben Sie vor dem Empfang den Facettenreichtum Kölns bei einer Stadtführung.

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