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<Dezember 2007>
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Was passiert eigentlich

…mit meiner Wohnheimbewerbung?

Allein bis September sind 2036 neue Studierende in Wohnheime des Kölner Studierendenwerks gezogen. Nicht allen Bewerberinnen und Bewerbern aber konnte eine Wohnung angeboten werden. Der Druck auf die Wohnungsverwaltung des KStW ist ungebrochen. Kein Wunder – durchschnittlich zahlt der Studierende in den Wohnheimen deutlich weniger als auf dem Privatmarkt, nämlich 256 Euro. Aber wie funktioniert überhaupt die Vergabe der Wohnheimplätze?
Welche Rolle soziale Gesichtspunkte dabei spielen und warum so manche Verwalter/innen auch schon einmal WG-Putzpläne aufgestellt haben, erfährst Du in Teil Drei der Reihe „Was passiert eigentlich“.





Im digitalen Zeitalter selbstverständlich: Unter www.kstw.de können Studierende nicht nur nach Wohnheimen stöbern, sondern darüber hinaus gleich ihre Bewerbung ausfüllen und abschicken. Im Sekretariat der Abteilung Studentisches Wohnen werden diese dann gesichtet und ins System übernommen. Wird ein Platz frei, wirft der oder die Vermieter/in einen Blick auf die Bewerberliste. Wer wartet schon länger? Und auf wen treffen die meisten sozialen Kriterien zu? „In diesem Sinne ist die Liste keine Warte-, sondern eine Bewerberliste“, sagt Xenia Meyer, Hausverwalterin beim Kölner Studierendenwerk. Sie ist unter anderem für die studentischen Wohnungen im Uni-Center zuständig. Häufig fragen Wohnungssuchende sie, warum Bekannte einen Wohnheimplatz bekommen hätten und sie nicht. „Wir erklären dann, dass wir auch soziale Punkte berücksichtigen müssen“, so Xenia Meyer. Bevorzugt werden u.a. behinderte Studierende, Studierende mit Heimatwohnsitz außerhalb des Großraum Kölns sowie Studierende, die BAföG erhalten. Auch wer bereits ein Kind hat oder an einem Austauschprogramm teilnimmt, rückt auf der Bewerberliste nach oben. „Ich versuche immer mitzuteilen, dass sich die Bewerber nicht komplett auf uns verlassen sollten“, sagt Xenia Meyer. „Sie sollten ihre Möglichkeiten ausschöpfen und auch auf der Privatzimmerbörse Mein-Zuhause-In-Köln oder auf dem Privatmarkt schauen."



"Die Liste ist keine Warte-, sondern eine Bewerberliste"
Da knapp 10.000 Bewerber jährlich auf 4.843 Wohnheimplätze treffen, kommt es häufig zu Wartezeiten von mindestens einem Semester oder mehr. Seine Chancen erhöhen kann ein Studierender nur, indem er sich auf alle Studierendenwohnheime bewirbt. Generell gilt: Wer sich an der Hochschule bewirbt, sollte sich gleichzeitig um einen Wohnheimplatz kümmern. Und wer ein Appartement und kein WG-Zimmer haben möchte, sollte sich besonders früh bewerben. Anders als auf dem privaten Wohnungsmarkt dürfen die Wohngemeinschaften des Kölner Studierendenwerks nicht entscheiden, wer neu einzieht - aber einen Vorschlag einreichen. Ob dieser angenommen wird, hängt wiederum davon ab, ob der vorgeschlagene Studierende schon länger auf der Bewerberliste steht und die oben genannten sozialen Kriterien erfüllt. Wer zusammen mit einem Freund oder einer Freundin in eine WG des Kölner Studierendenwerks einziehen möchte, kann dies als Anmerkung seiner Bewerbung hinzufügen. Allerdings sollten sich die Bewerber/innen dann auch auf eine erhöhte Wartezeit einrichten, da nur selten zwei Zimmer gleichzeitig frei werden.

"Wer sich an der Hochschule bewirbt, sollte sich gleichzeitig um einen Wohnheimplatz kümmern"

Immer am ersten Werktag des Monats herrscht Umzugsstimmung in den Wohnheimen. Wer einen der begehrten Plätze bekommen hat, darf dann einziehen. Allerdings werden Mietverträge für Anfang Oktober häufig schon im Juni abgeschlossen. Mittlerweile läuft alles digital ab: Der oder die Vermieter/in schickt eine E-Mail mit dem Wohnungsangebot, innerhalb einer gewissen Frist muss der Studierende antworten. In der Zeit ist das Angebot für ihn reserviert. Den Mietvertrag muss er dann einfach ausdrucken, unterschreiben, einscannen und per Mail zurückschicken. Gerade für Austauschstudierende ist dies sehr praktisch.

Bewerbung, Mietvertrag & Co. - alles digital

Nach dem Einzug kann der Studierende endlich aufatmen, Köln genießen und sich auf sein Studium konzentrieren. Sollte es doch einmal Probleme geben, stehen Hausmeister/in und Verwaltungshelfer/innen vor Ort zur Hilfe bereit. Verwaltungshelfer/innen sind beim Kölner Studierendenwerk angestellte Studierende, die im selben Wohnheim wohnen und die Verwaltung unterstützen. Wenn das Problem so groß ist, dass auch die Verwaltungshelfer/innen vor Ort nicht helfen können, bieten die Verwalter/innen der Abteilung Studentisches Wohnen auch Mietergespräche an. „Wenn es sein muss, stellen wir auch die WG-Putzpläne auf, die dann von uns kontrolliert werden“, sagt Xenia Meyer. „Aber in den meisten Fällen kriegen sie es alleine gebacken.“ In zwei Jahren beim Studierendenwerk hat die ausgebildete Fremdsprachenkorrespondentin schon viel erlebt. „An meiner Arbeit gefällt es mir besonders, andere Kulturen kennenzulernen“, erzählt sie. „Die Arbeit ist wirklich abwechslungsreich.“ Denn in der Sprechstunde der Abteilung Wohnen trifft sie auf eine bunte Truppe Studierender: Erstsemester, Gaststudierende, Musiker/innen, Sportler/innen, Naturwissenschaftler/innen, junge Familien - alle in der Hoffnung auf ein Zimmer.


Bei Problemen im Wohnheim helfen Verwaltungshelfer und die Abteilung Wohnen gerne weiter
Laura Kettler

www.mein-zuhause-in-koeln.de


Offene Sprechstunde
Studentisches Wohnen:

Mo-Do, 10-12 Uhr
Luxemburger Straße 169, 50939 Köln




 

Zuletzt aktualisiert am 17.11.2015